Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1303023
Buch. 
Erstes 
Architectur. 
Baumeister; auch hier gleiche Schiffhöhen, Kreuzgewölbe  und hohe 
missgeschaffene Wandnischen. 
Unter den Kirchen mit Tonnengewölben ist die Annuiiziata zu Arezzo 
vom ältern Ant. Sangallo sehr schön; er wagte es, zwischen die Pfeiler- 
stellungen und das Gewölbe eine Mauer mit Fenstern zu setzen. Dazu 
die geistvoll angeordnete Vorhalle, die zierliche niedrige Kuppel, die Eleganz 
und weise Oeconomie des Schniuckes. 
Dagegen verliert jedes TOIIIIGHgGWÖlbB, das bloss aus den Nebenschiffen 
Licht empfän t, die kirchliche Weihe, so edel die Formen ebildet sein mögen: 
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S. M. resso S. Gelso zu Mailand, an eblich vön Bramante dem n. A. 
P g a 
bloss die Vorhalle (ä. 46), n. A. auch diese 
 „ HI I I! um;  I  nicht gehört (die Fassade von Gal. Alessi);  
 "iliygfm  auch Rafael mit seinem'Tonnengewölbe 
I'll  l ä     
  uber dem Mittelschiff von S. Petei (Q. 66) 
lli würde diesem Uebelstand nicht entgangen 
 "l i, sein- der 'ünr re Ant. San allo critisirte 
l, M151.  WM,    äe g 
 P, diess, Schiff als lang, eng, hoch und überaus 
 dunliel; Vasari X, p. 25, im "GOIHIIIGIIL zyu 
im   ä  v. di Ant. da Sangallo. Auch wurden Rafael s 
 Pfeiler, als Stützen eines sc hohen .TO1'lI'1Gl'1- 
Vätiilnsi gewölbes schon ZlEmllCh tiefe Coulisseii ge- 
 ; bildet,  kaum mehr einen Schrägeinblick 
 i'll: in die Seitenschiffe gestattet haben. 
  i    "i; Die glücklichen Lösungen beginnen 
   da , wo die Longitudinalbewegung des 
 llf Gewölbes (die Aufgabe des Gothischen) 
"l  im Wesentlichen aufgegeben wird und 
Fig- SI-Pgäifgeofägflüßßlns zu das Langhaus sich in lauter einzelne 
kuppelartige Räume gliedert. 
Zuerst ein Unicum des Braniante: die in seine Cancelleria. zu Rom 
eingeschlossene Kirche S. Lorenzo in Damaso (Fig. 86); ein längliclier 
Mittelraum, an beiden Enden mit Tonnengewölben, in der Mitte mit einer 
runden Flachkuppel bedeckt, Welcher links das einzige Hauptlicht (ein 
grosses Halbrundfenster) entspricht; unten auf 3 Seiten Hallen; der Schluss 
eine Apsis. 
S. Giustina in Padua, 1516 vollendet von Andrea Riccio (Fig. 87 
und 88); Vasari IV, p. 113, Nota, v. di Vellano. Das Langhaus: die von 
Capellenreihen begleiteten Seitenschiffe tragen Tonnengewölbe, diese aber 
die drei Flachkuppeln des Mittelschiffes;  Querbau und Chor: in reichster 
Anordnung, mit runden Abschlüssen aller Räume und vier Hochkuppeln. 
Grossartigste Raum- und Lichtwirkung. (Die Capitäle ä. 53.)
        

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