Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1302956
IX. Capitel. 
der Kirchen. 
Die Composition 
129 
Später nahm sich (in Genua und Neapel) der beginnende Barockstyl 
wieder der Basilica an. Die in ihrer Art grossartige Annunziata zu Genua, 
von Giaeomo della Porta; S. Filippo in Neapel etc.) 
Flachgedeckte 
einschiffige Kirchen. 
Viel häufiger tritt die flaehgedeckte einsehifiige Kirche mit Capellen- 
reihen zu beiden Seiten auf. Es wird diess die wesentliche Form der 
meisten Ordenskirchen, welche in Italien von jeher einschifüg und 
  
    
Fig. u. Servi zu Siena. (m m. 7a. Servi zu Siena. Querschnitt. w.) 
Anfangs wie es der Zufall brachte, in der Folge aber symmetrisch mit 
angebauten Seitencapellen versehen Wurden. 
S0 S. Francesco und S. Domenico in Siena. etc. Jetzt öffnete man 
die Mauer regelmässig in lauter Capellen, verstärkte aber die Pfeiler da- 
zwischen zu seitwärts hinauslaufenden Mauern, welche die Balkelldfeießke 
des Daches mit Sicherheit trugen. Man erreichte dabei ein Hauptziel der 
Renaissance: die freie Breite des Mittelschiffes, und gewöhnte das Auge 
so daran, dass es dieselbe dann auch in den Gewölbekirchen verlangte. 
Das künstlerische Problem liegt wesentlich in dem Verhältniss der 
Breite des Schiffes zur Höhe und Länge und in der Gestalt der Capellen- 
eingänge. (Albertfs Annahmen de re aediiic. L. VII, c. 4, die Capellen 
müssten in ungerader Zahl und von dieser und jener bestimmten Oeffnungs- 
Burekhardt. Italien. Renaissance. Zweite Aufl. g
        

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