Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1302831
Kapitel. 
Die Gomposition 
der Kirchen. 
117 
Rosellino, beiden ältern Sangallo, Cronaca etc.  Dass die Fassade, 
wesentlich jetzt nur eine Umdeutung der mittelalterlichen, so wenig wie 
diese dem Wirklichen Durchschnitt des Langhauses entsprach, sondern 
beliebig über die Dächer emporragte, versteht sich von selbst. 
Durch L. B. Alberti stellt sich der Typus im Allgemeinen fest: 
eine oder zwei Ordnungen, in Halbsäulen oder Pilastern, dazwischen 
die Thüren und Fenster; bisweilen ein Giebel nach antikem Tempel- 
vorbild; die Vermittlung des schmalem obern Stookwerkes mit dem 
untern öfter durch grosse Seitenvoluten statt durch einfachen Ansatz 
der Pultdächer.  
 
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Fig. 61. 
Francesco zu Rimini. 
 Alberti fasst a. a. O. (ä. 57) bei Anlass von S. Francesco (1447) 
die Fassade schon principiell als besonderes, maskirendes Prachtstück 
(Fig. 61); wer ihm an den Ordnungen etwas ändern wollte, Würde tutta. 
quella musica verstimmen. Ausgeführt ist jene Fassade nur bis etwas 
über das ErdgeSchoss, welches eine prächtige corinthische Halbsäulenord- 
1111113, dem nahen Augustusbogen nachgeahmt, enthält- 
S. Andrea zu Mantua (Fig. 62), erstes Beispiel einer erzwungenen 
scheinbaren Tßmpelfronte; vier Pilaster fassen eine mächtige Thürnische 
und auf den Seiten rundbogige Fenster und kleinere Nischen ein; darüber 
ein Giebel- (Ueber die Proportionen solcher Giebel: de re aedilicatoria 
L. VII, c. 11.)
        

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