Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1302814
Kapitel. 
der Kirchen. 
Cornposition 
Die 
115 
formen durch, wobei nur die grössern oder geringem Baumittel über das 
Einzelne entschieden. (Aeussere und innere Ausstattung des Gylinders 
mit Pilastern, Säulen etc.; Ueberhöhung durch eine Attica; Vorzug der 
Rundforrn vor dem Polygon, der Galotte vor dem Zeltdach; geistvolle 
Behandlung der untern Hauptstützen, zumal in Gestalt von Schrägpfeilern 
mit Pilastern oder vertretenden Säulen; das Ganze womöglich ein Hoch- 
bau auf relativ geringer Grundfläche, mit reinem Oberlicht aus Kuppel, 
Kreuzarmen und Fenstern des Chorgewölbes.  Reihe von kühnen Gom- 
binationen des Centralbaues beim Pater Guarini im XVII. Jahrh.) 
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Croce in Riva. 
Fig. 59. 
Madonna di Carignano in Genua. 
des Langbaues 
Sieg 
Gunsten 
der Fassaden. 
Die Macht der Gewohnheit seit dem Mittelalter und der Wunsch 
im Anbau von Capellen und Nebenräumen nicht genirt zu sein, sicher- 
ten, trotz aller Sehnsucht der wahren Kunst , dem Langball (10011 das 
Uebergewicht über den Centralbau, dessen Aeusseres gegen jede 
Störung höchst empfindlich ist. Man benützte fortwährend das System 
des Centralbaues für Chorbau und Kuppel, befreite aber die Fassade 
von jeder Rücksicht auf das Ganze, 
Die Einbusse war grösser als es heim ersten Anblick Scheint. im 
Bewusstsein, dass eine Harmonie zwischen einem solchen Chorbau und 
der Fassade unmöglich sei, gab man die Durchbildung des Aeussern am 
Langhaus überhaupt preis; Kunst und Mittel concentriren sich auf zwei 
von einander entfernte, disparate Stücke, Kuppel und Fassade. Der Gentral-
        

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