Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Renaissance in Italien
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1301055
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1302766
Buch. 
Erstes 
Architectur. 
(bei Serlio L. III, und hier Fig. 50), wesentlich eine Umarbeitung von Bra- 
mante's zweitem Entwurf, mit Hinzunahme von Rafaels Gestaltung der halb- 
runden Abschlüsse mit Umgängen; die Pfeiler sehr verstärkt, die Neben- 
räume Weiter und mächtiger. Ausgeführt wurde nichts nach diesem Plan. 
Gleichzeitig mit Peruzzi und {Iollends nach ihm waltete über dem 
Bau Antonio da Sangallo (bis 1546), welcher die Kirche nach vorn mit 
einem enormen Prunkbau verlängern wollte. Fast die Hälfte des Raumes 
wäre nun mit völlig abgetrennten V0r- und Nebenräumen vergeudet wor- 
den, wo sich, wie Michelangelo (Lettere pittoriche VI, 9) scherzte, sogar 
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S. Peter. 
PeruzzPs Grundriss. 
Falschmünzer hätten festsetzen können. Das erhaltene hölzerne Modell 
und ein grosser Kupferstich der Vorderansicht beweisen ausserdem eine 
Vorliebe für Eintheilung in viele kleine Theile und für ein schon sehr 
zweifelhaftes Detail. Nur Weniges ist von Antonio ausgeführt; 
Endlich übernahm Michelangelo 1547 in seinem 72. Lebensjahre den 
Bau, weil ihn Gott dazu bestellt hatte (Lettere pittor. VI, 10), aus Liebe 
zu Gott und Andacht zum Fürsten der Apostel (Breve Pauls III.), und 
behielt denselben bis an sein Ende (1564), damit nicht durch seinen 
Rücktritt einigen Schurken ein Gefallen geschehe, ja der Bau völlig liegen 
bleibe (Lett. pittor. I, 6). Nur ein bereits errungener höchster und alter 
Ruhm des Meisters machte es möglich, dass Paul III. ihm eine absolute
        

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