Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1296355
Erster Zeitraum. 
Die Alten. 
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von guter Zeichnung und Färbung. Es stellt U. L. F. vor 
mit dem Kinde im Sehoose, sitzend in einem runden von vier 
Säulen getragenen Tempel, und jede dieser Säulen wird von 
Engeln umarmt, als wollten sie den Tempel in Feierzugc fort- 
tragen. Die Engel sind ganz heldisch gekleidet. S0 sagt der 
würdige Cardinal. i 
Hinsichtlich der übrigen Städte Romagnfs glaube ich, feh- 
len mir eher Nachrichten, als ihnen Maler. Vor kurzem ge- 
dachte ich eines Ottaviano und eines Pace aus Faenza, 
Schüler Gicttois; und als Arbeit des Zweiten wurde mir in 
dieser Stadt ein altes Bild U. L. F. in der ehemaligen Ifempler. 
kirche gezeigt. Ferner gab es einen Carradori, in der 
Wieise Costais. Dieser Giacomo Filippo Carradnri 
wird seines Styls wegen unter die Alten gezählt; übrigens 
kann er unmöglich in das funfzehnte Jahrhundert gehören, 
Zwei Bilder sind insbesondere, nebst andern, von ihm übrig, 
in welchen er seinen Styi geändert zu haben scheint, wiewol 
er stets ein schwacher Maler blieb: das eine von 1580, das 
andere von 1582. Von Giambatista da Faenza ist ein 
Gemälde in der Gemeinsammlung des Lyceum, mit dem Namen 
des Künstlers und dem Jahre 1506. Es stellt die heil. Jung. 
frau dar, aufrecht; zwei Engel halten ihr den Mantel, auf 
den Stufen des 'l'hrons ist der kleine Johannes, und ein Engel, 
der Cithcr spielt. Es hat richtige Zeichnung, liebliche Tinten, 
etwas dürefschen Faltenwurf, im Uebrigen gleicht es Costa 
und ist vielleicht nichtlgeringer, als Francia. Er war Va- 
ter des Jacepone von Faenza und Raffa el's, welcher Gio. 
Batista Bertuzzi erzeugte, der ebenfalls Maler war.  
Einen Franeesco Bandinelli von Imola, Schüler Fran- 
ßia's, nennt noch Malvasia; und ein Gaspero, eben- 
falls von Imola, hat in Ravenna gemalt. In seinem Geburts- 
ort bei den Minoritcn ist eine Madonna zwischen den heiligen 
Rochus und Franz, in einem nach dem Neuem sich hinneigen- 
den Style, mit zwei sehr lebhaften Bildnissen.
        

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