Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1296315
Erster 
Zeitraum. 
Alten. 
Die 
29 
Bildtafel darstellte. Umher stellte er dar, wie sein Körper 
wieder aufgefunden ward und Anderes, was man lvon ihm er- 
zählt; Bilder, anmuthig in Erfindung, Bauwerken, Gesichtern, 
Trachten, F iirbung n). Denkwürdig ist übrigens ein heil. Si- 
gismuud, zu dessen Füssen Sigismund Malatesta, mit der Auf- 
Schrift Franciscus de Burgo f. 1446 und von derselben 
Hand ist eine Geiselung U. H. Beide Bilder sind auf Kalk in 
S. Frnncescol, und haben Fernen, Sonderbarkeiten, und einen 
des damals lebenden Pietro della Francesea Geschmacke 
so nah verwandten Charakter, dass ich sie entweder für Werke 
von ihm, der seine Abkunfl: auf diese Weise lateinisch angab, 
oder von einem seiner Schüler halte, der aber unbekannt ge- 
blieben. Bekannt dagegen ist Benedetto Codaaus Ferrara, 
der mit seinem Sohne Bartolommeo in Rimini lebte, wo 
sie viele Arbeiten hinterliessen. Vasari gedenkt seiner kurz 
in Gio. Bellini's Leben, dessen Schüler er ihn nennt, ob- 
wol er nicht sonderlich gerathen sei. Indess ist die Verlobung 
U. L. F. im Dom mit der Unterchrift: opus Benedicti, ein 
sehr verständiges Gemälde; und der Rosenkranz bei den D0- 
minicanern ist noch geschmackvoller, wiewol noch nicht neue- 
rer Schule. Dies kann man aber nicht von seinem Sohne 
sagen. In S. Rocco da Pesaro sah ich ein Bild von ihm von 
1528, das fast durchgängig wie aus dem goldnen Jahrhundert 
ist; es stellt den Schutzheiligen der Kirche mit dem heil. Se- 
bastian um den Thron U. L. F. dar; dabei sind sehr annul- 
thige Engelchen. Ein anderer Zögling Giovan Bellini's_ 
ist, nach Ridolfi, Lattanzio von Rimini, oder Lattanzio 
della Marca, den Andere zu Pietro Perugino's Schule 
zählen; dahin gehört wol auch Gio." da Rimino, von wel- 
chem ein mit seinemNamen bezeichnetes Gemälde in Bologna 
in der Bildersammlung Ercolani ist   
 
21) Im obenangeführten öten Bande Endet sich der Sohn dieses 
Wßckern Künstlers: Jilagister Antonius Piclor guomiam mag. Biclini 
piclaris de Ariminio 1456. L. 
22) Von diesem Gi 0., der sich auch Gio. Francesco unterzeich- 
nete, führt Oretti in Meznorie MSS. zwei Gemälde mit Angabe von 
1459 und 61 an, und bemerkt, es finden ich Nachrichten, dass er 
1470 noch gelebt.  L-
        

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