Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1296272
Zeitraum. 
Erster 
Alten. 
Die 
25 
Einigen über das Gewöhnliche in dieser Schule hinaus- 
gehenden Ruf hinterliess Gio. Maria Chiodarolo, Mitwer- 
ber der vorigen, und nachher auch des Innocenzo von 
lmo lu im Palast della Viola. Malvasia zählt noch 24 Schü- 
leP Frnneesco Franciäfs auf, und ihm schrieb Orlamli 
unter dem Artikel Lorenzo Gandolfi nach; aus Unacht- 
samkeit aber werden sie von ihm dem Costa zugeschrieben. 
Vlm Orlandi verleitet, that Bottari dasselbe, wiewol er be- 
klagt, dass die Menschen aus Arbeitscheu einander wie die 
Schafe und Kraniche folgen M). Doch bei einer langen und 
mimnichfaltigen Arbeit ist es schwer, nicht schläfrig zu wer- 
den; und ich führe zuweilen fremde Nachlässigkeiten bloss an, 
um Verzeihung für meine eigenen zu erhalten. Die angeführ- 
ten Namen können denjenigen, welche in Mailand, Pavia, Per- 
mit und anderwärts in Italien Werke altbolognisehen Styls be- 
merken und, wie es geht, sie eher dem Francia, als den 
Von ihm nach jenen Vaterländischen, sich immer treu bleiben? 
den, gebildeten Schülern beilegen hören, viel Licht geben, 
Andere gab es, die durch Umgang mit neueren Malern einem 
bessern Zeitraume anzugehören verdienten; und für diesen be- 
halte ich sie mir vor. 
Zuvörderst jedoch sind noch einige Städte von Romagna. 
111 überschauen und (las hieher Bezügliche darin zu bemerken. 
Vcn Ravenna beginnen wir. Dies hielt mehr, als eine andere 
Stadt Italiens, die Zeichnung aufrecht; nirgends sieht man so 
gut zusammengesetzte Musivarbeiten, oder so meisterhaft ge- 
schnittene Elfenbein- oder Marmorwerke; Spuren einer Grösse, 
die Roms Eifersucht erregen konnte, als seine Fürsten und 
Statthalter dort Hof hielten  Als aber auch sein Glanz 
erblich, und nach vielem Schicksalswechsel seine Polentaner es 
beherrschten, sah es durch ihre Bemühung nicht allein einen 
guten Dichter in Dante 15 b), sondern auch einen guten Maler 
u? 
14) In den" Anmerkungen zu Antonio Allegrfs Leben. L- 
158) Wenig Städte haben sich eines so ausführlichen und gründli- 
chen Buchs über ihre Denkmale zu erfreuen, als Ravenna durch Fan- 
t o z z i's Mommzenti rzzvennaii rle' secoli di Illezzo per (a maggior parle 
inndili. Vengz, 1801. VI Vol. 4. Nur Schade, dass diese Denkmale 
Urkunden, nicht Kunstwerke sind! Q- 
läb) Das Grabmal des Dante befand sich in einer kleinen Cupelle 
zu Ravenna," welche der heiligen Jungfrau geweiht war, wo Guido
        

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