Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299350
u. Erneuerung d. Akad. 
Beaumonfs Schule 
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sind seine Arbeiten häufig; je kleiner, desto geschätzter. In 
kleinen Landschaften und andern Cabinetbildern nach venediger 
Art von schöner Fernwirkung, hat sich ein Piemonter, Paolo 
Foco, ausgezeichnet, der viel in Casale lebte, wo die meisten 
noch vorhanden sind. Auch er versuchte sich in grössern Fi- 
guren, aber mit wenig Glück.  
In Bildnissen war zu Orlaudi's Zeit eine Anna Me- 
trana geachtet, deren Mutter auch Malerin war. In unsern 
Tagen hat in Bologna lldarcantonio Riverditi aus Ales- 
sandria, ein guter Anhänger dieser Schule, sich ähnliches Lob 
erworben. Er malte auch für Kirchen in einem klaren, gemäs- 
sigten, manierfreieil Style, und unter andern Bildern malte er 
für die Kanlnldulenserkirche eine Concexione, worin seine Vori 
liebe für GuidoReni vorherrscht. QEr starb ebendaselbst 1774. 
Als Bautenmaler finde ich einen Miehela angeführt, ich 
weiss nicht ob aus Alessandria, oder woher sonst, der im kö- 
niglichen Schloss Ansichten mit Figuren von Olivieri malte; 
eine Arbeit neben Lucatelli, Marco Bieei und Gian- 
paolo Paunini, berühmten Künstlern jener Zeit. Zu gräs- 
sern Kirchen- und Bühnenbildern wurden häufig der Modenaer 
D ellamano, den wir im zweiten Abschnitt der lombardischen 
Schule besprochen haben, und der Venediger Gio. Batista 
Crosato gebraucht, welchen Zanetti als einen geschmack- 
vollen sehönen Geist lobt. Jedoch konnte er nur Ein öffent- 
liches Kircheubild von ihm anführen, in welcher Gattung, S0 
wie überhaupt in Figurenmalerei, er weniger bewundert ward, 
als in Fernsiehten. Er gehört zu den Malern, welche durch 
Vorsprung der Gegenstände das Auge täuschen und die Gedie- 
genheit höchst wahr darstellen. Von dieser Meisterschaft hat 
er in Piemont,_w0 er viel lebte, hier und du Proben gegeben, 
und am meisten machen ihm die auf dem Weinberge der Kö- 
nigin Ehre. Er machte Isich um die piemonter Malerei ver- 
dient als Meister Bernardino Galliariis, eines vorzügli- 
chen Ansiehtenmalers, besonders für Sehaubühnen, sehr berühmt 
ill Mailand, Berlin und anderwärts über den Alpen. Diesem 
geehrten Künstler verdankt die Jugend den besten Geschmack 
in der Kunst, die er lehrte. Alle andere Figuren- und An- 
siehtenmaler Piemonts von mir gesammelt zu sehen, wird kclll 
billiger Leser verlangen. Ich fürchte sogar schon manchen ge-
        

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