Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299310
Sqhule u. 
Beaumonfs 
Erneuerung d. Akad. 
329 
lielena, ein 
zen, wie in 
anderes mit dem Urtheil (leg Parig sind im Gan- 
jedem einzelnen Theile glückliche Leistungen. 
Der Hof scheint seine Betriebsamkeit immer neu angeregt 
zu haben, indem er ihn mit waekern Ausländern wetteifern 
liess, die König Karl besonders, das Schloss, die Landhäuser 
und die Kirchen königlicher Stiftung zu schmücken, beschieden 
hatte; unter diesen ist die von Sopperga ausgezeichnet, eine 
Stiftung Königs Victorius ll., wo die Fürstengrüber sind. So 
wetteiferte denn Beaumont mit Sebastiano Ricci, Gie- 
quinto, Guidoboni, de Mura, Galectti, Gio. Bati- 
sta Van loo, Lu ti's berühmtem Schüler. Van] oo bildete sich 
an den {Wandbildern der Landhäuser, und den Kirehenbildern, 
worin ihm sein Bruder und Schüler Carlo half, der noch mehr 
als er arbeitete. Von ihm sind die anmuthigen Gemälde, womit ein 
Cabinet des Palastes geschmückt ist, Gegenstände aus Tasso"s 
Jerusalem. Ausserdem pflegten jene Fürsten bei berühmtern 
fernen Malern Bilder zu bestellen, und es giebt dergleichen von 
Solimene, Trevisani, Masucci und Pittoni, deren 
Nähe Beaumont wol anspornen musste, wenn nicht mit ih- 
nen zu ringen, doch wenigstens nicht gar zu weit hinter ih- 
nen znrückzubleiben. Und in seinen besten Arbeiten behauptete 
er auch seine Ehre, indem er bald Einige, die ihn im Colorit 
überlegen sind, in Zeichnung, bald die ihm in Zeichnung Ueber-. 
legenen an Geist überbietet. Dessungeachtat ist nur Eine Stimme, 
dass er mit zunehmenden "Jahren an Verdienst abnahm. Man 
schreibt dies seiner Richtung auf Teppichmalerei zu, indem 
seine diessfallsigen Musterblätter nach und nach sich Freihei- 
ten in der Zeichnung, Gemeinheit der Köpfe, vor allem aber 
rohes und unharmonisches Colorit erlaubten; wie sich denn 
solches auch Andere nach ihm zu Schulden kommen liessen  
In seinem Vaterlande wird sein Andenken verdientermassen 
geehrt. Er war der Erste, welcher die turincr Akademie nach 
dem Beispiele grosser Akademien leitete; ja, sie gewann 1736 
eine so weit bessere Gestalt, dass sie mit diesem Jahre ihre 
frühere Entstehung, als nicht auf alle bildende Künste sich GT-r 
s. im Knnstbl. l8l3. 
Journ. des arlislcs 
W. 
1) Ueber die königl. Gobelinsmalerei in Paris 
N0. 31. einen Auszug aus Alex. Lcnoir im 
16. Jan. 183.
        

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