Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299154
16. Jahrh. 
Anfang u. Fortschritte d. Kunst bis zum 
313 
und in der Hauptkirche zu Malaga ist noch sein Gemälde, die 
Krönung, vom Jahre 1579 vorhanden, so wie in der zu Cor- 
dova eine ganze Capelle mit Wandbildern von ihm. Bei den 
Benedictinern in Savigliano malte er die Kirchendecke, und 
im Stadthause seines Geburtsorts etliche Wandbilder; auch bei 
Hofe war er geachtet und bekam im Jahre 1601 Gehalt. 
Man hat Grund zu vermuthen, dass Soleri, der in Ver- 
celli heirathete und in Casale lebte, an der Erziehung des be- 
rühmten Caccia, genannt il Moncalvo, Antheil gehabt 
habe, der" in Montferrat die schönsten Tage der Malerei be- 
zeichnete. Es lohnt sich der Mühe, bevor wir wieder nach 
Turin zurückkehren, hier etwas zu verweilen. Montferrat 
stand eine Zeitlang unter den Paläologen, dann unter den Gon- 
Zilgen; dies genügt anzunehmen, dass wackere Künstler es 
gern besuchten. Vasari erzählt, Gio. Francesco Ca- 
rotto habe viel für Wilhelm den Marquis von Montferrat so- 
wol am Hofe zu Casale, als in der Dominieanerkirche gemalt. 
Nach ihm kamen auch andere gute, Künstler dahin, deren 
Werke noch öffentlich vorhanden sind. Uebrigens wisen wir, 
dass jene Fürsten eine Sammlung von Marmorwerken und aus- 
erlcsenen Gemälden hatten, welche später zur Zier des könig- 
lichen Palastes und der königlichen Landhäuser nach Turin 
geschafft wurden. Demnach ist es kein Wunder, dass in die- 
sem Theile Italiens, oder in den benachbarten Orten die Künste 
blühten und bewundernswürdige Maler gefunden Werden. 
Ein solcher ist il Moncalvo, so genannt von seinem 
langen Aufenthalte daselbst; übrigens war er aus Montabone 
gebürtig und sein wahrer Name ist Guglielmo Caccia. 
Von gebildeten Reisenden, die jenen obern Theil Italiens be- 
suchen, hört man keinen Namen häufiger. Dies geht von Mai- 
land an, wo er in mehrern Kirchen malte, geht in Pavia fort, 
"wo er dasselbe that und auch das Bürgerrecht erhielt. Noch 
öfter hört man ihn nennen in Novara, Vercelli, Casale, Ales- 
Sandria und auf der Strasse von dort nach Turin. Aber dies 
ist noch nicht die ganze Reisebahn, wenn man-seine Bilder 
Sehen will. Dazu muss man oft von der Hauptstrasse ablen- 
ken und die Schlösser und Landhäuser jenes Strichs aufsuchen, 
Wo Zuweilen sehr sehätzbare Werke von ihm sind, besonders 
in Montferrat. Dort brachte er einen grossen Theil Seines
        

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