Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299127
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Oberit. 
V1. Buch. 
Die Malerei "in Piemont u. d._Umgeb. 
Alessandro Ardentc, aus Faenza, obwol Andre ihn 
zum Pisaner, Andre zum Luccheser machen 5), Giorgio S0- 
leri aus Alessandria und Agosto Decio, ein anderswo von 
mir genannter Miniaturist aus Mailand, malten das Bildnis des 
Herzogs von Savoyen Karl Enlanuel, wesshalb sie Lomazzo 
in seinem Truttato p. 435. sehr! lobt. Die zwei Erstem wur- 
den auch zu Hofmalern ernannt. Sie waren nicht nur trellli- 
che Bildnismaler, sondern auch wackere Componisten. Von 
Alessandro ist in Turin auf dem Monte della Pieta der Sturz 
Pauli in: einem Style, dass man glauben möchte, er sei in Rom 
gebildet. Noch mchreres Andre von ihm ist in Lucca; eine 
von diesem Ardente dargestellte Taufe Christi zu S. Gio- 
vanni ist in der Erfindung so neu, wie man sie nie gesehen. 
(Guida di Lucca p. 261,) Auch in der Umgegend sind viel 
Arbeiten von ihm. Herr von Morrona nennt ihn ebenfalls 
in seiner Pisu illustrata, und da er sagt, man habe nicht 
hinlängliche Nachrichten über ihn, so muss man glauben, er 
habe lange ausserhalb Toscana gelebt. Ich glaube, er hielt sich 
lange in Piemont auf, da man auch ausser Turin manche Ar- 
beiten von ihm findet, wie in Moncalieri eine mit seinem Na- 
men und dem Jahre 1592 bezeichnete Erscheinung U. H.; da 
man übrigens weiss, dass, als er 1595 starb, seiner YVittwe 
und ihren Kindern ein Jahrgehalt vom Fürsten ausgesetzt wurde; 
meines Erachtens ein Beweis mehrjähriger Dienstleistungen Ar- 
dente's! 
Ueber Soleri, Bernardino Lanini's Schwiegersohn, 
habe ich bei der mailänder Schule einen Wink gegeben. Er 
wird auch von Malvasia Bd. ll. S. 134. erwähnt und mit 
Passerotti, Arcimboldi, Gactano, dem Cremasker 
d e l M 0 n t e in der Bildnismalerei verglichen. Seine Er- 
ziehung zum Maler jedoch bleibt dunkel, ausser soweit man aus 
seinen Arbeiten darüber vermuthen kann. Ich habe nur zwei 
davon 
Gcsichte bekommen, 
weiss 
auch 
nicht 
einer 
all- 
l 
5) Man muss ihm selbst glauben, da er in S. Paolino zu Lucca 
drei Altarbilder gemalt hat und unter in! des heil. Abts Antonius 
schrieb Alexander Ardentius Fzwenlinus 1565, wie der Erzbischof 
von Lucca Mansi in seinem Diario bezeugt. An andern Stellen aber 
dieses VVerkchens nennt er und der Herr VOn Morroua in geinel: 
Pe's-o: ihn einen Pisaner, und Andere einen Luccheser. L.
        

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