Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1296223
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Oberitalien. 
Drittes Buch. 
Die bologne: 
Schule. 
seinen Styl änderte; und wonach, wenn nicht nach Raff aePs 
Mustern? In diesem veränderten Style malte und stellte er 
in einem Zimmer der Münze den so berühmten heil. Sebastian 
aus, welcher, nach einer von den Caracci auf Albano und 
von diesem auf Malvasia übergegangenen Sage, der bologner 
Jugend zum Vorbild diente, welche die Verhältnisse desselben nicht 
anders abmalte, als die Alten Polykletös Standbild, die Neuem 
den Apollo, oder den vermeinten Antinous von Belvederen). A l- 
bani setzte noch hinzu, da Francia gesehen, dass der Zu- 
lauf nach seiner Arbeit zu-, nach des nun gestorbenen Raf- 
faeV s Cäcilia abgenommen habe, und fürchtete, man möchte 
glauben, er habe sein Bild, um mit dem grossen Manne zu 
wetteifern, gemalt und ausgestellt, so habe er es dort wegge- 
nommen und in der Barmherzigkeitskirche aufgestellt, wo jetzt 
ein Abbild davon ist. Das bisher unbekannte bestimmte Todes- 
jahr Franciais hat mir Ritter Ratti nachgewiesen, der auf 
einer alten Zeichnung einer Heiligen, welche jetzt ein edler 
Luccheser Tommaso besitzt, den 7. April des Jahres 1533 
angegeben fand. 
Francia unterrichtete, ausser seinem Vetter Giulio, 
der sich wenig mit Malerei abgab, auch einen Sohn, Giaco- 
mo n). Man zweifelt oft, wie in der Gallerie der Fürsten 
12) F ran c i a malte diesen S. Sebastiano 1522. S. Felsina Pittrice 
T. 1. p. 47. Er war mit den Armen über den Kopf gebunden darge- 
stellt, und darf daher nicht mit dem schönen Sebastians auf dem grus- 
sen Bilde von Fran ci n, welches aus der Kirche della Misericorrlia 
in die Gallerie der Akademie zu Bologna kam, verwechselt werden. 
Von letzterm Bilde ist ein Stich von F. Rds asp ina in La Pinacm 
teca dellavPolzt. Accad. d. b. Arli in Bologna. Dies ist das Bild, wel- 
ches ihm zuerst eineu Ruhm als Maler und Giov. Bontivoglios Auf- 
träge zu Malereien verschaffte, um 1490. Q. 
13) Es muss hierin Erinnerung gebrachtxwerden, dass M ar c-A n- 
lonio unter die Schüler des Fr a n ci a gehört. S. Vasari Vize dc' 
piä ecrcellenti pittarz" eo. T. 7. p. 136. Siener Ausg. Einige Blätter des 
klare-Antonio" sind ganz in FrancitVS Styl, wie z. B. N0. 354. 
N0. 355. 360. 36T. 369. 372. 373. 377. 378. 385 (i) 396. 399. bei 
Bnrts eh Le Peintrc Graveur Val. 14, Barts ch sagt zwar nicht 
bestimmt, dass alle die hier angegebenen Blätter nach Franc in gestu- 
chen sind, doch sind einige gewiss nach diesem Meister und andere so 
übereinstimmend mit einer Darstellungsweise, dass es sehr wßhfgchein- 
lieh ist. Ja c o b Ales sand r o Calvi will in den Memorie della vim 
e gelle 01mm di Frau ces ca Iiaibo lini, p. 11., die Erfindung der 
Kupferstecherkunst bis zu F r a n c e s c o S q u sr c i o n e hinaufführen
        

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