Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299055
Auf den einheim. Styl folgt der rönl. u. parmaische. 
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Lebenszeit zum Vorsteher gewählt, und endlich wie Viel aus- 
würtigc Aufträge er bekommen. Doch dies Alles schätze ich 
nur so viel, als es gilt; Mengsens Urtheil ist das stärkste 
Schild, welches die Verteidigung ihm gegen seine Feinde vor- 
hült. Als die Nachträge zu dieser meiner neuen Auflage gesam- 
melt waren, erschien die Lobrcde des Ritt. Azara, worin es 
heisst, Mcngsens Handschriften seien aufgehiiuft und ver- 
worren in Milizia's Hände gekommen, der sich die Fpgihciy; 
herausgenommen, dessen Urthcile über die trefilichsten lßialcr 
zuweilen nach Belieben zu übertreiben. Diese von einem angese- 
henen Schriftsteller herrührende Nachricht wollte ich hier aus 
mehrern Gründen beibringen. Das Gehässige manches überkri- 
tischcn Urtheils Mengsens wird hiemit, wenn nicht ganz als 
ihm fremd dargethan, doch gemindert. Ferner wird damit be- 
stätigt, was die Verteidigung RattPs über den wahren Verf. 
des Lebens C01'eggi0,s sagt, Welcher in der That Ratti 
war, das aber nur mit einigen Nachbesserungen als Mcngsen s 
Werk erschien, ohne dass man bedachte, wie der Verf. mit sich 
Selbst in NVider-spruch gerieth. Endlich ergiebt sich daraus, dass 
zu Mengsens Berühmtheit ausser seinem Verdienst auch das 
Glück beitrug, welches ihm Beschützer und Freunde, wie kei- 
nem andern 5131er in der "Welt, vergünnte. 
Andere Künstler der ligurischeu Schule mag die Nachwelt 
loben, für welche sie lebend und wirkend Steif zu Lob und 
Ehre des Vaterlandes sammeln. Das neue für die Malerei her- 
anwachsende Geschlecht kann sich noch grössere Fortschritte 
von der neuerdings gestifteten ligurisehen Akademie der drei 
Sehwesterkünste versprechen. In wenig Jahren ist dieser Aka- 
demie eine prächtige Stätte mit so viel auscrlesenen Gypsab- 
güssen und seltenen Zeichnungen, solchen Künstlern und frei- 
willigen Unterstützungen der sich bildenden Jugend bereitet wor- 
den, dass diese Stiftung bereits unter die schönsten und nütz- 
liebsten der Stadt gehört. Alles verdankt man dem Geiste und 
der Freigebigkeit vieler noch lebenden Vornehmen, die zu die- 
S" so glänzenden Stiftung beitrügen und sie noch immer un- 
terhalten und vergrössern.
        

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