Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1299015
Aufden einheim. Styl folgt der röm. u. parmaische. 
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sandria ist ein gwosses Bild des Kirchenheiligen, eines seiner 
besten, sehr gut ersonnen und angeordnet; schöner Grund, 
schöne Engelglorie, schöner Ausdruck in der Hauptiigur, nur 
dass der Kopf nicht wahres Ebenbild ist. Man würde nrehr 
von ihm haben, wär' er nicht in seinem schönsten Laufe ge- 
storben. ln Ratti's Geschichte wird er der letyite verdienst- 
liehe Maler genannt, den die ligurische Schule zählte. 
Diese Schule hatte einige Zeit wenig gute Fernenmaler; 
Wiewol P. Pozzi in Genua WEIT, zog er doch keine Schüler. 
Bologna half mehr, als andere Üerter, damit aus. Von dort 
kamen Colonna und Mitelli, die damals so sehr geachtet 
waren, Aldrovandini und das Briiderpaar Haffner, Hein- 
rich und Anton. Dieser kleidete sich dort als Philippincr 
ein, schmückte in Genua seine Kirche und einige andere Orte, 
und erzog Gio. Batistn. Revello, genannt il Mustncchi, 
für seine Kunst. Durch seine Muster nützte er auch Fran- 
eesco Costa, der aus der Schule des Gregorio de' Fer- 
rari als Verzierungsmnler getreten war. Diese beiden Jüng- 
linge wurden durch ihr ähnliches (iewerb, welches allein den 
grössten Neid, wie die grüsste Liebe, erzeugt, mit der Zeit die 
illnigsten Freunde. Beide dienten wol zwanzig Jahre einmiithig 
den in diesem Zeitraum genannten Figurenmalern, für welche 
sie Ansichten, Verzierungen und was sonst die Kunst heischte, 
verarbeiteten. Sie werden ebenfalls, wie in der Kenntnis der 
Fernenmalerei, so in der Anmuth, dem leuchtenden Glanze 
und der Harmonie der Tinten gelobt; Revello aber wird 
im Blumenwerk seinem Freunde vorgezogen. Ihre beste Arbeit 
ist zu Pegli im Palast Grillo, wo sie einen Saal und etliche 
Zimmer verzierten. Auch besonders führten sie viel aus und 
galten für die Colonna und Mitelli unter ihren Lands- 
leuten. 
Der wirklicl: berühmte Landschaftcr dieses Zeitraums ist 
C arl o Antonio 'l'avella, Tem pestafs Schüler in Mai- 
land und eines Deutschen G r ü m b r ö ch 9) , der von dem Feuer, 
2) Auch in Raff. Soprani delle vite de' pittori, scull. cll 
rrrclßit. genaues-i T0. II. p. 199. findet man nicht. mehr von diesem; 
Grümbröch, als dass er in lllailnnd lebte und Tuvellü H"! 
Giuseppe MeratPs Schule in die grümbrüchiiche übergiug,
        

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