Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298950
Auf den einheim. Styl folgt der rßm. u. parmaische. 
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rcr, als sein Vater, zu "seyn. In Waudbildern hatte er ein 
ganz besonderes Verdienst, und als Mann von Kenntnissen er- 
sann er zur Zier mehrerer vornehmer Hüuser recht gute Fa- 
beln und Geschichten. Sehr gelobt wird sein Parnass, den 
01' für Gio. Filippo Durazzo malte; man setzt hinzu, dieser 
Herr habe gesagt, er sei froh, dass er Solimene nicht von 
Neapel habe kommen lassen, da Genua einen solchen Maler 
habe. Hütte er aber nur weniger YVand- und mehr Leinwand- 
bilder geliefert, damit er auch im Auslande bekannt geblieben 
Sväre, wie er es verdientel 
D omenico Parodi war Sohn eines Bildhauers und selbst 
Bildhauer, dazu auch Baumeister; seine Stärke aber war Ma- 
lerei. Obwol sich minder gleich, als Piola, wird er doch 
Inehr geachtet, weil er einl nmfassenderer Genius war, ausge- 
breitetere Kenntnisse in Kunst und Schriftenthuiu, freiere Nach- 
ahmung der griechischen Zeichnung und einen jedem Style 
sich mehr anschmiegenden Pinsel hatte. Er bildete sich anfangs 
in Venedig unter Bombelli, und aus dieser Zeit sind in ei. 
nem Hause Durazzo treliliche Nachbilder vencdiger Geniälile; j 
auch vergass er diese Manier viele Jahre nicht, wo er nachher 
in Rom arbeitete. Als guter Marattist malte er den schönen 
Franceseo di Sales für die Philippiner und nicht wenig andere 
Bilder; aber, wie von den Caracei, hat man auch von ihm 
Bilder, wo er sich würdig an Tintoretto, oder Paolo an- 
schliesst, wovon in seinem Leben die Rede ist. Der Saal des 
Palastes Negroni ist seine berühmteste Arbeit. Einige Kunst- 
lienner urtheilen, in ganz Genua gehe es nichts, das so gut 
gemalt sei; und gewiss ist, dass Mengs stundenlang diesen 
Maler bewunderte, den er nie nennen gehört hatte. Die rich- 
tige Zeichnung, die Kraft und Anmuth der Tinten, eine ihm 
ganz eigene Kunst, Wände zu malen, welche Viele zu ergrün- 
den getrachtet und Keiner gehörig verstanden, machen diese 
Arbeit höchst merkwürdig; nicht weniger empliehlt sie die 
dichterische Erlindung und die schöne Vertheilung der Grup- 
Pell und Figuren. Alles darin bezieht sich auf den Ruhm die- 
ses edeln Geschlechts, dessen Wapcn die Klugheit, die Ent- 
haltsamkeit und andere mit ihren Sinnbildern dargestellte Tu- 
genden umgeben; auch Fabeln von Herkules dem Löwenwürger, 
von Achilles, den Chiron unterweiset, sind darauf, welche den
        

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