Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298679
Zweiter 
Zeitraum. 
Perino 
und 
seine 
Jünger. 
265 
in den Ruf nicht nur eines der ersten Meister seinerSchule, 
sondern auch Italiens, und wurde auch im Vatican zu malen 
gewählt, wie ich gehörigen Orts gesagt habe. Dort malte er 
des heil. Petrus Berufung zum Apostelaznte; 'ein Bild, welches 
bald nachher weggenommen und mit einem von Lanfranco 
ersetzt wurde, entweder weil es durch Feuchtigkeit gelitten 
hatte, oder nicht genügte. In der 'l'hat hatte auch Castellg 
nicht jene damals in Rom geforderte Kraft und Rüstiglieit, 
welche die V asari und Z ueeari zurückwies und Verschmähte, 
Aber gerade an dieser Männer Farbe hält er und von ihrer 
Eilfcrtigkeit ist er nicht freizusprechen; gerade wie sie, bahnte 
er seiner Schule den Weg zur Leichtigkeit, statt zur Genauigä 
keit. Genua ist seiner Arbeiten voll,'ja übervolli dennoch 
werden sie nicht gering geachtet, sondern halten sich durch 
eine gewisse kecke Entschlossenheit und Anmuth. Auch in aus- 
würtigen Sammlungen findet man sie; in der colonnisehen zu 
Rom sah ich von ihm einen Parnass mit poussimschen Figu- 
ren und anmuthiger Landschaft, den man unter seine fleissig- 
sten Arbeiten zählen kann. Soprani behauptet, er sei noch- 
mals nach Rom geladen werden, um eines Bildes willen in S. 
Peter, und als er sich zur Reise anschiekte, 72 Jahr alt, gc- 
sterben. Dies hohe Alter macht jedoch die Einladung W51 
zweifelhaft. Er hatte drei Söhne, die Maler waren; nur Va- 
lerio aber verdient Erwähnung und wird sie gehörigen Orts 
finden.  
Unter seinen auswärtigen Züglingen ist bemerkenswerth 
S imo n B a rabbin o, ader seiner seltenen Geschicklichkeit "Wg- 
gen Castellfs Neid so rege machte, dass er ihn ans seiner 
Werkstatt wies. Er ging und malte hierauf in der Nunziata 
delGuastato jenen heil. Diego, den Soprani fast Allem vor- 
zog, was Castello je. in seinem Leben gemalt hat. Darum 
aber stieg er nicht mehr in der llleinung der Bürger. Erst 
Mailand erwies ihm die Ehre, die sein Vaterland ihm versagt 
hatte; dort also blieb er und arbeitete für Kirchen und Paläste. 
L 
üie Nachricht vom Tode des Königs von Dänemark; ein Greis er- 
zühlt die Thaten des Riualdo; Clorinde stirbt in Tnncreds Armen; 
Rinaldo liegt in Armidas Armen; Tanx-retl verwundet; ein Sarazeue 
ergiebt sich Gottfried. Bartsch. Vol. 18. P. 135. Q.
        

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