Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298536
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
251 
hier andere einheimische Maler ihre Stelle linden, welche ich 
kurz zuvor angedeutet habe. Dahin scheint, freilich etwas 
ziveifclhaft, Antonio liiobertelli zu gehören, von dessen 
Hand in Savuna ein Bild U. L. F. ist, an einer Säule des alten 
Doms 1499 gemalt und in den neuen iihcrgetrageil, wo es 
ganz besonders vom Volke verehrt wird. Etwas jünger ist ein 
Gemälde Niccolö Corso's bei Genua mit der Jahresangahe 
1503, Es ist eine Geschichte des heil. Bencdict auf Kalk in 
dem Landhause di Quarto der Olivetaner, in deren Speisesaal, 
Kloster und benachbarter Kirche Corso viel arbeitete. So- 
prani führt noch andre Bilder von ihm an und preiset seine 
Fruchtbarkeit an Gedanken , Ausdruck der Leidenschaften, 
vorzüglich aber Lebhaftigkeit und Dauerbarkeit seines Colo- 
ritS. Er bemerirt dabei, dass, wiir, er weniger hart gewesen, 
er unter die Ersten seiner Kunst gerechnet werden könnte. 
Wegen eines Bildes, das ehmals. in S. Martina di Albaro mit 
der Jahrcsangahc lölli zu sehen war, lobt der angezogene 
Schriftsteller einen Andrea Morinello, einen in Gesichtern 
höchst anmuthigen, guten Biidnismaler, sanft und duftig in 
den Umrissen, als einen der Ersten, welche in jener Gegend 
den neuen Styl anbahntcn. Auch E. Lorenzo Moreno, 
einen liarmeliter, nennt er mit Ehren, einen geschickten Wand- 
malcr, von welchem in einem Karmelite-rlaloster eine Verkün- 
digung ist, die aus der iiussern Kirchenmaucr gesägt ward, 
um sie zu erhalten. Endlich preiset er einen Franciseaner 
Fr. Simon d a, Carnuli, der in seiner Kirche zu Vcltri 1519 
zwei Geschichten auf einem grossen Tafelbilde vorstellte. Die 
eine ist die Einsetzung des Abendmals, die andere die Predigt 
des heil. Antonius. Das Bild ist hinsichtlich der Figuren noch 
nicht von aller Trockenheit seines Jahrhunderts frei, sonst 
aber in der Architektur der Hallen, im Zuriickweichcn und 
Abstufen der Fernen so vollendet, dass der berühmte Andrea 
Doria es um jeden Preis kaufen wollte, um es in das Eseu- 
rial zu schenken. Aber die Voltrincr lehnten alles ab und 
besitzen es noch immer. Einige andere lllaler, welche durch 
ihre Söhne berühmt wurden, sollen mit ihnen im nächsten Zeit- 
raume genannt werden, zu welchem wir nun übergehen 7). 
7) Die ausführlichen und richtig urlhcilenuden Lebensbeschreibungen 
dieser Künstler, welche dem zweiten Zeitraum vorangingen, sehe
        

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