Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298512
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
249 
Auftrag des Card. della Rovere, unter Mitwerbung andere;- 
Kiinstler.  
So waribis 1515 die Malerei in Genua in den Händen 
der Fremdlinge, und trieben sie Landeseingeborene ja, so wa- 
ren es wenige, wie wir gleich sehen werden; beide aber waren 
noch fern von den bessern Malweisen jener Zeit. Endlich rief 
der im angegebenen Jahre erwählte Doge Ottüviano Fregoso 
einen neuen Tag für die Kunst herauf, indem er Gio. Gia- 
como Lonibardo den Bildhauer, und den Maler Carlo del 
Mantegn-a nach Genua berief, der, wie wir bereits sagten, 
seinem Meister in Arbeit und Ruf nachtrat. C arlo malte nicht 
nur, sondern unterrichtete auch in Genua mit einem Effolg, 
welcher unglaublich scheinen wiiiide, wenn nicht die Arbeiten 
seiner Nachahmer noch vorhanden wären. So beginnt denn 
die von zwei Malern in zwei Bänden beschriebenesschule der 
Genueser mit Brea und setzt sich in Carlo fort in langer 
ununterbrochener und stets rübmlieher Folge. Der erste Band 
des Werks ist von Raffael Soprani, einem Patrizier der_ 
Stadt, welcher das Leben der genueser Zeichnenkiinstler, die 
bis 1667 lebten, beschrieb, auch Nachrichten von den Fremd- 
lingen gab, welche in jener glänzenden Hauptstadt gearbeitet 
hatten. Der zsveite ist vom Ritter Carlo Ratti, Geheim- 
schrelber der ligrxrischen Akademie, der SopranPs Lebens- 
beschreibungen mit Anmerkungen bereichert hcrausgab und das 
Werk in einem Bande auf dieselbe Weise bis auf unsere Zeit 
fortsetzte. Ausserdem hat er auch noch in zwei Bündchen 
einen Wegweiser geschrieben, um alles Gute zu bemerken, 
Was an Kunstarbeiten nicbtvblos die Stadt Genua und ihre 
einzelnen Bewohner, sondern auchljede Landschaft des Gebietes 
besitzt; ein sehr erspriesslicher und, wenn ich nicht irre, in 
und ausser Italien beispielloser Gedanke! So ist durch dieses 
WürdigenBürgers Bemühung die Malergeschichte Liguriens un- 
ter den übrigen Italiens eine der vollständigsten der Zahl nach, 
und der zuverlässigsten hiHSiChtliCll der Iißbtigcn Schilderung 
und Beurtheilung der Künstler geworden. Unter diesem Ge- 
leit und mit andern Nachrichten, die mir Ratti selbst, wie 
Andere, an Ort und Stelle mittheilten, kehre ich nun in den 
Zusammenhang der Erzählung zurück.
        

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