Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298496
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Allen. 
247 
aus Alessandria, in der Mitte desselben eine Krippe mit Land- 
schaft; ein in jedem Theile ausnehmend fleissiges Werk. Zu 
S.Brigida in Genua. sieht man von Einer Hand zwei Algm-hil- 
der, eins von 1481, das andere von 1484. Der Meister war 
cin Galeotto Nebea aus Castellania, einem Orte bei Ales- 
Sanrlria. Die drei bekannten Erzengel des ersten, und der heil, 
Pantaleon nebst andern Blutzeugen auf dem zweiten sind auf 
Goldgrumle sehr verstäindig in Formen und höchst reichen Ge- 
wändern dargestellt, mit fast papierncn Falten, die keine an- 
dere Schule verrathen. Der Sockel oder Anstieg hat kleine 
Geschichten, etwas hart, doch {leissig gearbeitet. 
Kehren, wir nun von der Hauptstadt nach Savona, so 
finden wir in der von Sixtus IV. zum Begräbnis seiner Aelteru 
errichteten Kirche ein Bild, welches ein dritter Alessandrier, 
Gio. Massone, um 1490 malte. Wiewol die Geschichte ihn 
nicht nennt, so muss er doch zu seiner Zeit für einen ausge- 
zeichneten Künstler gegolten haben, da er zu dieser Arbeit ge- 
wühlt wurde und IQG Ducati di camera für seine Arbeit bekam- 
Es ist ein kleines Bild, wo U. L. F. zu Füssen der Papst 
und sein Neffe Card. Giuliano, der naehmalige Julius lL, abge- 
bildet sind. Dieselbe, ileissig das Alterthümliche aufhewahrendc 
Stadt entreisst auch einen Tuccio di Andria der Verges- 
senheit, der 1181 in S. Jacopo arbeitete; ferner zvrei Pavesen, 
die vielleicht etwas später auf Leinwand malten und sich, der 
eine Laurentius Pzipieusis, der andere Donatus Co- 
mcs Bardus Papiensis unterzeichneten. Ein anderer Aus- 
heimiseher, von Geburt ein Brescianei- und Karmelitcr, wird 
uns durch eine Unterschrift unter einer Geburt Ü. H. in S. Gio. 
Vanni bekannt. Da steht: Opus F. Hieronymi de Brixia Car- 
melitae 1519. Von demselben Pinsel ist im Karmeliterlalostrr 
141 Florenz eine Trauer um Christus mit der Aufschrift: F. 
Ilierovzynzus de Briaria. Er verdient gekannt und erwähnt zu 
werden, wenigstens als der Ansichtmalerei kundig, welche nach 
F011 pa in Brescia und der ganzen Lombardei sa sehr ausgebil- 
det wurde. Er muss Zögling jenes Klosters gewesen seyn, 
wo damals die lllalcrei getrieben ward, wie aus Avcroldi 
bekannt ist, der einen F. Gio. Maria da Brescia und das 
l'un ihm mit vielen Geschichten des Elias und EliSüuS ge- 
schmückte Karmeliterlaloster seiner Gcburtstadt prcisßt. Sßirl
        

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