Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298459
III. 
Verf. 
der 
Kunst 
und 
Stift. 
einer 
Akad. 
243 
könne, lediglich mit Harzen, Wach und Wasser." Er for- 
derte von nun an Künstler auf  seine Entdeckung zu fördern 
und erlebte dies auch. I 
Der Sclieidelcünstler nicht zu gedenken, Welche durch ihre 
Kenntnisse diese Kunst weiter gebracht haben  hat die römi-' 
sehe Mülefsßllllle gewissermaassen ihrer gepflegt und sie zur Reife 
gebracht. Damals lebte Rnth Reifensteinxlllengsens und 
Winckelmann s Freund, ein Mann von dem gelüutertsten Ge-i 
schmuck in der bildenden Kunst, stets von einer Menge Künst- 
ler umgeben, denen er theils Rath in ihrer Kunst, theils Auf- 
trügeAfür auswärtige Fürsten und Privaten ertheilte. Diesen 
schlug er bald diese, bald jene Art von Enkaustik vor, und in 
kurzer Zeit hatte sich sein Cülllllßt mit Gemälden auf Lein-i 
Wand, Holz, und mehrere Steinarten gefüllt, die er auf alle 
iVeise geprüft, unter Erde, Wasser und widrige Luft gebracht 
hatte, ohne dass sie Schaden genommen hatten. Hierauf ver- 
breitgtg sich die neue Erfindung durch viele iVerkstätten und 
pflanzte sich durch die Städte Italiens und auswärtige Länder 
fort. Es wurden ganze Zimmer enkaustisch gemalt, wie denn 
der Erzherzog Ferdinand, Befehlshaber von Mailand, eines 
in seinem Landhnuse zu Monza auf diese Weise malen liess. 
In Verzierungen und Landschaften befriedigt bis jetzt diese 
Kunst mehr, als in Figuren. Jedermann weiss, dass sie noch 
nicht die Weichheit und feine Vollendung erreicht hat, welche 
die Alten mit Wachs, die Neuern mit Gel und Lasur erreich- 
ten. Wenn aber Viele vereint sie verfeinern, so darf man 
hoffen, dass auch für sie ein van Eyck aufstehen und was 
9) S. Cav. Lorgna" Discorso dcllkz cerzz pzlnica. Veronri 
1785.  Lufgi Tarri asservaziavzi inlurno nylla dem punica. Fan 
1785. In P. Fedeqiciß Werke wird noch ein Vverkcheil von Gio. 
Maria. Astorri , einem Treviser, angeführt, welches zu Venedig 
1786 erschien, wo zu Vorrivlrlnrig und Bleichung des YVaches der 
Spanische Honig empfohlen und mehrere von ihm selbst als Maler 
damit und mit andern Slotfexx angestellte glückliche Versuche ange- 
führt werden. Auch der Aufseher des pliysikal. Cubinets zu Florenz, 
Gio. Fabroni, hat darüber geschrieben. S. Anzologia di 1101m! 
Vom Jahre 1197.  I1- 
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