Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298072
Zeitraum. 
Von 
Alfons 
bi s 
Alfons 
205 
tern aufzubewahren gaben, liebte die ehöne Kunst, wie ir- 
gend einer, und an seinem Hofe sah man Tizian malen und 
Seine Gedanken mit Ariosto austauschen, Wie R-idolfi im 
Leben Tizian selbst erzählt. Dies musste nach 1514 erfol- 
gen, als G i a n B e l l i n o, sehr alt, das wundersame Bac- 
chanal unvollendet liess, das seit langer Zeit die aldobrandi- 
nisehe Gallerie in Rom ziert, und das Tizian zu vollenden 
berufen ward I). Dieser malte ausserdem im Palast von Fer- 
rara mehrere Wandbilder, die noch in einem kleinen Zimmer 
Vßrllanden sind; und einige in Oel, wie die Bildnisse des 
Herzogs und der Herzogin, und den berühmten Christus mit 
dem Geldstück z), welchen wir unter seinen fleissigsten Arbei- 
te" gelobt haben. Auch Pellegrino da S. Danielle ward 
an diesem Hofe gehalten und. sehr geehrt, ein anderer Schüler 
Gian Bellini's, nicht mit Tizian vergleichbar, aber vie- 
len andern derselben Schule nicht nachzusetzen. Er hinterliess 
auch dort einige Arbeiten (Renalzlis p.  deren Andenken 
die Zeit ausgelöscht, oder auch wol mit denen des Dosso, 
eines dort hoehberühmten Malers in mehrern "Stylen, verwech- 
selt hat.  
Solche Muster konnten Dosso Dossi und Gio. Bati- 
sta, seinen Bruder, fördern, die zu Dosso, unfern Ferrara, 
geboren waren, oder wenigsten daher stammten. Anfangs 
Schüler Costais, wohnten sie nachher, sagt Baruffaldi, 
Sechs Jahre in Rom, fünf in Venedig und übten sich da. an den 
besten Meistern und nach der Natur. So bildeten sie sich 
einen eigenen Charakter, aber in verschiedener Gattung. Dos- 
S0 gelangen Figuren wundersamlich; Gio. Batista wel we- 
niger als mittelmässig. Doch bildete er sich auch auf diese 
etwas ein und wollte zuweilen dergleichen seinem Bruder zum 
rlifutz malen, mit welchem er in stetem Kriege lebte; aber er 
konnte sich nie von ihm trennen, da der Fürst ihn immer mit 
ihm zu malen zwang. Er blieb also da wie ein Galeerensclav, 
Immer miswillig, und wenn er etwas überydie gemeinsame Ar- 
Cam uccini, 
Q. 
Q, 
1) Davon Th. 2. Das tneßliche Bild kam an 
ES nach Annerika. verkaufte. 
2) Christus mit dem Zinsgroschen in Dresden. 
der
        

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