Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1298019
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
199 
er den Namen eines neuen Malers ertheilt, Unter die ferra- 
T9? Maler habe ich L o r e n z 0 C o s t a gezählt, und dar- 
allS, dass F r a n c i a damals ein neuer Maler war, wie aug 
ändern Gründen, die gewöhnliche Meinung zu widerlegen ge- 
Sucht, dass C o s t a F r ain c i a's Schüler auf die Art, wie 
man sich es vorstellt, gewesen sei 10). Ich will das dort Ge- 
Sagte nicht wiederholen, kann aber einige andere Nachrichten 
Vßn ihm nicht übergehen, welche Ferrara betreffen, wo er sich 
aufhielt, eh' er sich in Bologna bekannt machte. Dort malte 
er sowol für den Hof, als für Privatmänner Bilder und Bildi- 
nisse und Werke „die in grosser Achtung standen"; und bei 
den Dominieanern malte er das schon vor vielen Jahren nie- 
dßrgerissene Chor, „w0 man seincn Fleiss und Eifer sieht. "4 
Diese und andere Arbeiten in Ravenna machten ihm in Bo- 
logna einen Namen und bewogen Bentivogli, seinen Bei- 
Stand zu brauchen   
Unter mehrern ferrarer Malern, die seine Freunde waren, 
hätte man nachzuspüren, wem dieser Auftrag wol werden 
konnte. Damals lebten Cosme und Stefano; mehr aber, 
als sie, dem Hause Bentivogli ergeben wer, wie man weise, 
Franceseo Cossa, ein Ferrarer, der in seiner Vaterstadt 
beinahe vergessen wurde, weil er viel in Bologna lebte. Dort 
sind von ihm einige Madonnen sitzend unter Heiligen und En- 
geln mit sehr verständigen Bauwerken. Eine darunter mit 
Seinem Namen und dem Jahre 1474 ist jetzt im Institut, grob 
in den Zügen und mittelmiissig im Colorit; -freilich nicht 
die beste, die er malte. Auf zwei andern sieht man Bild- 
Bisse Bentivoglfs  eine ist in der Kirche del Bara- 
ßano, die andere im Palast des Handelstandes - aus welchen 
Ü. 
 
10) Lorenzo Costa. hat sich wol mehr nach L. du Vinci ge- 
bildet, wenn er auch nicht dessen Schüler war. Im Gemäldeverzeich- 
nis des berliner Museum wird er als F. Frnncisrs Schüler ange- 
führt. Q. 
11) Die Urtheile über Lorenzo Costa als Künstler sind darum 
S0 höchst verschieden, weil seine frühem seinen spätem Arbeiten 
Sehr nuclistelien und viele Bilder, welche man nicht zu benennen 
wusste, ihm zugeschrieben wurden. Der Gemiildeliandel hat in neue- 
TEP Zeit die Kunslkenner ganz verwirrt gemacht. Ein vorzügliches 
Gemälde des Lorenzo Costa. ist im Museum zu Berlin, eineGrab- 
I'll-Kling darstellend. Es ist bezeichnet Lavrentivs Custa ÄIVICCCC C1111.
        

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