Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297994
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Allen. 
197 
fügen, der das heilige Bild U." L. F., vom Dom genannt, 
malte, das in diesen letzten Jahren feierlich bckriinzt wurde; 
darunter lieset man den Namen Ettore und das Jahr 1448. 
Dies waren nur mittelmiissigeMaler. Einige andere Würden etwas 
berühmt, als sie den Styl, wie mir scheint, nach zweien Aus- 
lleinlischen etwas zeitgemässer bildeten. DerEine war Pier 
llella Francesca, der nach Ferrara berufen wurde, um im 
Pülaste di Schivanojzt zu malen, von Niccolö d' Este, wie 
in einer Amnerkung zu Bnruffaldi vermuthet wird. Von 
ßiner Krankheit befallen, konnte er die Arbeit nicht vollenden; 
llßßh hatte er einige Zimmer gemalt, welche als Muster für die 
Jugend übrig blieben. Der andere war Squarcione, der 
auch zu Nieeolö d' Este und seines Sohnes Borso Zeit in Pa- 
llua eine Schule hielt; dessen von zahllosen Anhängern in Ita- 
lien befolgte Manier auf die ferrarer Maler, die etwa zwei Tag- 
Yeisen von Padua entfernt waren, wol Einfluss haben musste. 
Auf diese Weise stieg Cosimo Tura, welchen Vasnri 
Und die übrigen Schriftsteller Cosme nennen und zu Gßlilß- 
Sc's Schüler machen 7). Er war Hofmaler zur Zeit Borstfs 
11' Este und Tito Strozziis, der ihn in Versen besungcn hat. 
Sein Styl ist trocken und kleinlich, wie er in jener von 
dem markig und grossartig Wahren noch fernen Zeit war. 
Die Figuren sind in mantegnaischer Art wie eingewin- 
dclt; die Muskeln sehr stark angegeben; die Bauwerke ileissig 
übgcmessen; die Basreliefs mit allem, was Verzierung ist, im 
mühscligst genauen Geschmack gearbeitet. Dies sieht man an 
Seinen Miniaturen, welche Fremden in den Chorbüchern des 
Doms und der Karthause als Seltenheitengezeigt werden. Nicht 
anders ist er in Oelmalercien, wie der Krippe in der Sacristei 
der Hauptkirche; den 'l'hatei1 des heil. Eustnchins im Kloster 
S- Guglielmo; mehrern Heiligen um U. L. F. in der Kirche 
5- Giovanni. In grüssern Figuren wird er nicht gelobt, wie- 
Will B a r u f f a l d i seine Wandbilder im genannten Palaste 
lli Schivanoja sehr preislet. Die Erfindung war in zwölf Fel- 
der eines grosscn Saales getheilt, und konnte ein kleines Ge- 
L 
7) Im (Jatalngo ist. de? pitt, scul. Fcrraresi T. I, p. 48. Man sagt 
a? QTura.) wäre 1406 geboren, und man Weiss gewiss, dass er 
vchuler unsere vorher gelobten ferrurer Malers Gulassn Galasgi 
war.  Qx
        

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