Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297923
Viertes 
B u c h. 
Die 
fer 
RTC 
Schul 
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
Ferrara, einst Hauptstadtveines nicht gar grossen Fürsten- 
thums unter den Herzügen von Este, seit 1597 römische Pro- 
vinz nnter entsendeter Bischöfe Verwaltung, rühmt sich einer 
Reihe treiilicher Maler, die sein Vermögen und seine Bevölke- 
rung weit übersteigt. Dies werden meine Leser nicht befremd- 
lich finden, wenn sie an die Reihe treiilicher Dichter denken, 
die, schon vor Bojardo und Ariosto begonnen, sich bis 
auf unsere Zeit fortgesetzt hat, als sicheres Zeugnis für glüh- 
ende, zierliche, fruchtbare, ungewöhnlich für die schöne Kunst 
gestimmte Geister. Mit diesen glücklich begabten Geistern 
ist nun noch der gute Geschmack der Stadt verbunden, Wel- 
cher bei Bestellung, oder Beurtheilung der Arbeiten den Ein- 
sichten der Gelehrten folgte, die sie stets hatte. So haben 
die Maler gewöhnlich das Schickliehe beobachtet, die Geschichte 
berücksichtigt und dergestalt componirt, dass ein gebildetes 
Auge oft in den ferrarer Malereien, namentlich denen der her- 
zoglichen Paläste, das Bild des ihm befreundeten Alterthums 
wieder erblickt. Auch des Orts Lage war den Fortschritten 
der Malerei in Ferrara günstig; denn nahe bei Venedig, Par- 
ma, Bologna, nicht allzu fern von Florenz und Rom selbst, 
überliess es den Lehrlingen, unter den italischen Schulen die 
der Lust und Neigung eines jeden beliebige zu wählen und zu 
benützen. Daher entwickelten sich in dieser Schule soviel 
schöne Manieren, die entweder Ein Muster nachahmten, oder 
aus mehrern zusammengesetzt waren, so dass Gi amp i et r o Za-
        

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