Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297875
Pasinelli. 
Cignani. 
Die clement. Akademie. 
185 
lieh auch London, wo er sehr vortheilhafte Anerbietungen zu 
bleiben ausschlug. Viele von Giuseppe und' Carlo bei Ge- 
legenheit öffentlicher Feste erfundene Decorationcn kennt man 
in Stichen nach ihren Zeichnungen, welche meisterhaft und aus- 
gesucht rcinlich waren. 
Wo die Bibieni ihre neuen Erfindungen nicht selbst 
verbreiten konnten, gingen ihre Schüler hin. Unter diesen 
nimmt, wenn wir Zanotti und Crespi folgen, den ehren- 
vollsten Platz Domenico Ffallclß ein, früher Ferdi- 
nand's Gehülfe in Wien, dann Baumeister und Maler des 
Königs von Schweden, von wo er, als sein Vertrag mit dem 
Hofe um war, nach Portugal, und wieder nach Italien und 
Deutschland ging, bis erlin seinem Vaterlande starb. Man 
kann hier noch Vittorio Bigari beifügen, den Zanotti 
sehr ehrenvoll erwähnt, einen berühmten, von mehrern euro- 
päischen Fürsten beschäftigten Maler, Vater Idreier Söhne, die 
in seine Fussstapfen traten. Er war auch sehr guter Figuren- 
maler. Auch Serafino Brizzi darf nicht übergangen wer- 
den, der sich durch seine Ansichten in Oel auswärts und da- 
heim nicht minder berühmt machte. Doch es wäre endlos und 
einem geschichtlichen Inbegriif unangemessen, alle Künstler in 
einer so ausgedehnten Kunst aufzuführen, um so mehr, da sie, 
nach allgemeinem Urtheile, im Verlaufe dieses Jahrhunderts 
durch allzuviel niittelmässige und schlechte in vielen Stücken 
allmiilich verfiel, 
Doch vor nicht allzulauger Zeit erhob sie sich wieder und 
begann einen neuen Zeitraum mit Mauro Tesi, welchem 
Seine Freunde in S. Petronio ein Marmordenkmal und Bildnis 
setzten mit der Aufschrift: Mauro Tesi elegantiue veteris in 
Pingendo ornatu et architeotura restitutori. Er war aus dem 
modenaischen Gebiet und ward als Knabe in Bologna in die 
Schule eine; elenden Wapenmalers gethan. S0 war es sein 
Glück, schrieb Algarotti, dass er keinen Meister in der Fer- 
Tlßllmalerei unter den Neuem hiltfß- Mit einem gewissen gei- 
stigen Naturtrieb Mitelli's und Colonnvs Zeichnungen 
und ihre Muster in der Stadt umher ausforschend und fleis- 
Sig nachübend, führte er die Kunst zu einem in der Baukunst 
gediegenen, in den Verzierungen Mass haltenden Style zurück, 
Wie er viel früher geherrscht hattef in manchen Stücken ver-
        

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