Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297853
Pasinelli. 
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Die clement. Akademie. 
183 
zu Genua, welchen, wie wir sagten, Franceschini malte, 
und hinterliess dort mehrere Arbeiten, wo er denn immer sei- 
nen Styl bald dem Sauften, bald dem Krüftigcn des Figuren- 
malers anpasste. Er unterrichtete in der Kunst Pompeo, 
Maurcfs Sohn, seinen Vetter, der sie in Turin, Wien, Dres- 
den und andern fremden Städten übte, sich dann in Rom nie- 
derliess und im Rufe eines höchst zierlichen Malers starb. Aus 
Pomperfs Schule gingen die beiden Verzierungsxualer Gic- 
seffo Orsoni und Steffano Orlanlli hervor, welche sich 
gesellten und in uiehrern Städten Italiens sowol Wand- als 
ddientermalereien sehr fertig lieferten. 
Wie viel auch die Theatermulerei durch das aldrovan- 
dische Geschlecht gewonnen, so hat doch im gegenwärtigen 
Äahrhundert die Familie derG alli sich noch berühmter gemacht, 
die von jenem Gio. Maria, Albaniüs Schüler, herstamint, 
welcher, wie schon gesagt wurde, von seinem Geburtsort Bi- 
bicna, genannt wurde. Dcnselben Zunamen führten seine 
Söhne Ferdinando und Franecsco und ihre Nachkom- 
men; und in keinem Zeitalter hat sich ein anderes Malergee 
schlecht berühmter in der Welt gemacht. Es giebt vielleicht 
keinen Hof, der nicht einen Bibiena in seine Dienste genom- 
men hätte; und keine Stellen passten auch besser für sie, als 
grosse Höfe. Ihre ldeen entsprachen der fürstlichen Würde, 
und nur Fürstenmacht konnte sie verwirklichen. Die Feste, 
welche sie zu Siegen, Hochzeiten, Fürsteneixizügen angaben, 
Waren die kostspieligsten, die Europa. je gesehen. Ferdi- 
nando war für die Baukunst geboren, wurde desshalb von 
Cignani an sie verwiesen und so tüchtig darin, dass er sie 
in einem zu Parula gedruckten Werke lehren konnte. Er ver- 
loesserte dies später in einigen Stücken durch zwei in Bologna 
herausgegebene Bändchen, das eine überdie bürgerliche Bau- 
kunst, das zweite über die Theorie der Fernung. Ferdinandüs 
Geist und Werke haben den Theatern eine neue Gestalfgege- 
hell. Er war der Erfinder der prächtigen Decorationen, die 
mün- heutzutage siebt, und der Mechanik, wodurch sie schnell 
bewegt und verwandelt werden. Einen grossen Theil seines 
Lebens brachte erin Diensten des Herzogs von Parma zu; 
lange lebte er in Mailand und Wien am Hofe Karls VL, mehr 
ßlß Baumeister, denn als Maler. Doch malte er nicht nur De.
        

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