Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297779
Pasinelli. 
Cignani. 
Die clement. Akademie. 
175 
Maler erzogen. Sein Schüler war Sebastiano Ceccarini, 
geboren in Urbino. Er wird mehrmal im Wegweiser durch 
Rom genannt, wo er unter Clemens XII. das Bild für die 
Schweizereapelle im Quirinale malte. Aber man muss ihn in 
Fano kennen lernen, wo er sich niederlicss und lange von 
der Gemeinde besoldet lebte. Dort zeigt er sich als Künst- 
ler mehrerer Style, der aber nicht gar tief unter einem Mei- 
ster geblieben wiire, hätte er nur stets im besten gemalt.- Die 
heil. Lucia bei den Augustinern und einige heilige Geschichten 
im Stadthause zu Fano enthalten schöne Nachahmungen, star- 
kes I-Ielldunkel, gut wechselnde Tinten.  
Vom lllancini lernte die Kunst auch der Stiftsherr Gio. 
Andrea Lazzarini 9) aus Pesaro, ein guter Dichter und 
Prosaiker, tiefgclehrt in geistlichen und weltlichen Wissenschaf- 
ten. Italien hatte wenig Schriftsteller, die sich mit ihm mes- 
sen konnten, wenn er über Gegenstände der Malerei schrieb. 
Der Bericht über die Gemälde im Dom von Osimo m), beson- 
ders das Verzeichnis der pesarischen Kirchenbilder, welches ich 
anderwärts angeführt habe, geben davon die deutlichsten Be- 
weise, sowol in den kurzen Bemerkungen über die dortigen 
bessern Bilder, als in der schönen mehrmal gedruckten Ab- 
handlung über die Malerkunst. Sie dreht sich ganz um die 
Erlindung; mehrere andere gleich verdienstliche über Com- 
position, Zeichnung, Colorit, Costum, die er seit 1755 
in der Akademie zu Pesaro vortrug, sind ungedruckt ge- 
blieben. Sie enthalten einen wvahren Lehrgang der Malerei, 
die er unentgeltlich in seinem Geburtsort lehrte u). Als Graf 
9) Graf Cicognara führt von ihm an: Opere e dissertazioni 
in vitaler-c't: di belle arli. Pesaro 1806. 8.  Dissert. sulb arte 
della pillura  Catalogo delle pitture di Pesara. Q. 
10) Diese in den Abstandspuncten des Doms mit seinen Schülern 
gefertigten Gemälde sind unter seinen Wandgemiililen die berühmte- 
sten; in jenem Bericht ist eine Abhandlung über die vielfarbigen 
alten Marmore bemerkenswerth, welche er in jenem Gemälde ein- 
führte und die Kunst, mit welcher er sie mit einander verband. 
Eine solche Behandlung, wie man sie hei keinem Schriftsteller findet, 
macht dies Büchelchen schätzenswerth, woraus man auch ersieht, dass 
er in der Baukunst tüchtig war. L. 
ll) Sie kamen 1806i in Pesaro heraus und obwol sie, wie der fleis- 
lige Herausgeber bezeugt, nur aus noch nicht gestalteten Entwürfen 
gezogen wurden, so befriedigen und gefallen sie doch sowol durch 
die Kenntnisse, als die Kunst  womit siegeschrieben sind. L.
        

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