Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297755
Pasinelli. 
Cignanj. 
Die clement. Akademie. 
173 
dann Tiraboschi. Er hatte unter S t r i n g a in Mo- 
dena,_ und in Bologna unter Giangioseffo dal Sole 
gelernt, ging hierauf nach Forli zu Cignani in die Lehre, 
nicht sowol um ein Rüst- und Wandmaler zu werden, als um 
minder schwere Gegenstände und zwar in Oelizu behandeln. 
Seine Stärke waren Cabinetbilder, welche, nach des gleichzei- 
tigen OrlandVs Zeugnis, sehr gesucht und beliebt wurden. 
Auch. in grössern Werken war er tüchtig. Bei den Philippi- 
nern in Bologna ist ein meisterhaftes Bild von ihm der heil. 
Antonius; mehrere andere sind zerstreut in Romagna, Turin, in 
seiner Vaterstadt und anderwärts; an ihrer Manier erkennt man 
bald, wie Crespi bemerkte, den Schüler Cignanfs. Don- 
nini's Lieblingschüler, den er auch in verschiedenen Fällen 
unterstützte, war ein Francesco Bossi, auch il Gohbino 
de' Sinibnl di genannt, weil er von diesen Herren unterhal- 
ten wurde. Er war aus Faenza und hat dort sehr gute Bil- 
der hinterlassen, unter andern eine heilige Therese mit dem 
heiligen Johannes della Croce bei den Karmeliten, ein Noli me 
langere, und des heiligen Dominicus und Franz Begegnung in 
der weiland Dominicanerkirche. Pietro Donzelli, ein 
Mantuaner, stellte im Dom zu Pescia ein Bild auf, den heil. 
Karl, der den Pestkranken das Abendmal reicht. Dort hält 
man ihn für einen Schüler Cignanüs; anderer Nachrichten 
über ihn erinnere ich mich nicht.  
Die übrigen ausländischen Zöglinge Ritt. Carl0's, welche 
seine Manier in den Schulen Italiens verbreiteten, werden da. 
erwähnt, wo sie mehr blühten; z. B. Lamberti in Rom, 
Parolini in Ferrara. Von den Romagnuolen, die ich mit 
den Bolognern verbinde, gebe ich hier ein kurzes Verzeichnis. 
Arimineser war Antonio Santi, von welchem wir durch 
Crespi nur seine Schule erfahren; aber im Wegweiser durch 
Rimini, wo einige Arbeiten von ihm sind, wird er als einer 
ihrer besten Zöglinge empfohlen, wiewol er sehr jung starb. 
Derselbe Wegweiser führt mehrere Werke in Oel und auf Kalk 
an, besonders in der Engelkirche, für deren Urheber An- 
giolo Sarzetti, Cignanißs Schüler, angegeben wird, des- 
Sen Zeichnung er auch zu einem Altarbilde in S. Colomba 
hatte. lnnocenzio Monti wird von Crespi unter die Bo- 
lßgnßl", vßn Orlandi unter die Maler zu Imola gesetzt, wo
        

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