Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297742
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Oberilalien. 
Drittes Buch. 
Die bologner Schule. 
Wünschen konnte. Ob er in Bologna für die Stadt gearbeitet, 
weiss ich nicht, wohl aber, dass er in S. N iccolo zu Rimixli 
zwei Bilder geliefert, den heil. Benedict und den heil. Pater 
Cölestin. Antonio Castellani wird von Guarienti zu 
Cignanißs Schule gerechnet; ich glaube, irrigerweise: er 
gehört unter die Caraccisten. Nicht so Giulio Benzi, 
der auch in dem Wegweiser durch Bologna genannt wird und 
von dem Genueser zu unterscheiden ist. Dasselbe behaupte 
ich von Guido Signorini, welchen Cr-esipi nennt und 
der nicht mit dem andern Guido Signorini, Guido Renißs 
Erben, verwechselt werden darf. Soviel von den Bolognerri! 
Ausländer, iUrsprungs ein Dalmatier war Friedrich 
Beneovich, den ich schreibe, wie er sich zu schreiben 
pflegte 3). In den Malerwörterbüchern lindet man ihn Bon- 
corich und Bendonich, bei zannelliBenco- 
nich angegeben; daher Ausländer wol zu entschuldigen -ind, 
wenn sie so oit in den Namen italischer Künstler fehlen. 
Friedrich, zu seiner Zeit gewöhnlich Federighetto ge- 
nannt, nahm von Cignani nicht sowol das Angenehme, als 
das Gediegene an, war in der Zeichnung richtig, im Vor- 
trag kräftig, in Kunstansichten sehr verständig. "Einige Bil- 
"der von ihm sind in Mailand, Bologna und Venedig, seine ünei- 
"sten Arbeiten aber in Sammlungen, auch in Deutschland  wo 
er einige Jahre lebte. ln der der ßl-lerren Vianelli zu Chiog- 
gia. wird ein sitzender Jakob von ihm angeführt; in (ler des 
Grafen Algarotti zu Venedig eine Landschaft mit einer Bäuerin, 
wozu Piazzetta noch eine Figur malte. Seine Manier ist 
etwas mit Schatten überladen; doch nicht zu verachten, wie 
Zanetti gegen Guarienti S. 450. urthcilte. 
G i r o la m o  o n n i n i war ebenfalls ausheimisch, 
geboren in Coreggio, doch lebte er in Bologna, und als 
dieser Schule angehörig, betrachtete ihn zuerst Cr es p i, 
8) In zwei Briefen an Rosalha Carrer a. S, da; Verzeichnis 
der vianellisclien Sammlung S. 34. Dieser geh auch ein Tage- 
hucli von den Jahren 1720 und 1721 heraus, das die Malerin Selbst 
in Paris geschrieben, worin sie ihre Arbeitern, ihren Verdienst und 
ihre genossenla Ehre aufgezeichnet hatte. Es ist mit gelehrten  
merkuxigen ausgestattet. Erst vor kurzem habe ich davon Nachricht 
bekommen, wesshalh ich hier davon spreche. L_
        

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