Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297636
Pasinelli. 
Cignani. 
Die clement. Akademie. 
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Cignani, doch die Vergleichung nicht scheuen darf. In an- 
dern dortigen Lunetten wird er nicht so bewundert, un er 
Scheint einer von denen zu seyn, die mit den besten Meistern 
Schritt halten, aber mehr forschen und sich üben, als die be- 
Sten Meister. 
V i a ni hielt eine Schule offen neben der c i g n a n i- 
Sehen und unterrichtete Viele; in welchem Amte ihm sein 
Sohn Domenico folgte. Des Sohnes Leben chrieh Guida- 
lotti, der ihn als Maler dem Vater noch verzog. Die Urtheil 
unterschreiben Wenige, weil er nicht die Genauigkeit, noch weni- 
ger aber den Adel der Zeichnung, wie der Vater, erreicht, ihm 
auch in Wahrheit, Mauniehfaltigkeit und Glanz des Colorits 
Ilachsteht. Dagegen aber hatte er auch grossartigere Umrisse, 
einen kräftigem guercinischen Vortrag, Zieraten mehr nach ve- 
nediger Art, nach welchen er in der Hauptstadt sich sorgtältigst 
übte. In der heil. Geistkirche zu Bergamo ist von ihm ein heil. 
Antonius, der einen Fremdgläubigen durch ein Wunder über- 
führt; ein überraschendes, von Rotari uhd Tjepolo als aus- 
gezeichnet gepriesenes Bild; und ich weiss nicht, ob Viani ein 
gleiches in Bologna hinterlassen. Dort wird sein Jupiter auf 
Kupfer für das Haus Ratta nebst andern Bildern für Privat- 
leute gelobt, für vrelche er mehr als für die Stadt arbeitete. 
Seine Mitschüler beim Vater waren vier clementinische 
Akademiker, deren Altarbilder in den Pitture di Bologna an- 
gegeben sind. Giangirolamo Bonesi entsagte Vianiis 
Namen und Styl, um cignanisch zu werden, so ganz, dass 
'38 ihn Verdruss, wenn man ihn zu dieser Schule zählte. Wa 
man auch sagen möge, er geiiel in allem, was er malte, Weil 
91' mit leidlicher Schönheit auch noch etwas Ausgesuchtes und 
Niedliches verband. Carlo Rambaldi, der beide Viani 
Tlachahmte, ward nicht weniger, als Bonesi, beschäftigt, und 
von Beiden findet man besonders halbe Figuren in Bologmfs 
allSerlesenen Sammlungen, manches geschichtliche Stück auch 
in der turiner Gemäldesammlung. Antonio Dardani war 
ein umfassenderer, aber nicht so ausgearbeiteter Maler. Pie- 
trß Cavazza war grosser Kupferstichkenner und bloss darum 
"l und ausser Italien sehr bekannt. Trochi, Pancaldi, 
Mßntanari und Andere, die nicht zur clementinisehen Aka- 
demie zugelassen wurden, kann man aus Crespi kennen 
m. au. L
        

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