Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297612
Pasinelli. Cignani. 
Die clement. Akademie. 
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mento di am giovane alla pitturaisind Vorschriften eines ge- 
bildeten Mannes, der den Verfall der Malerei fühlt und ihm 
dadurch steuern will, dass er sie vom Handwerklichen auf ih- 
ren wahren Grund zurückführt. In gleichem Sinne verfasste 
er die Storia delP accademia clemenlimt, wiewol er hier nicht 
So frei schreiben konnte, da er darin das Leben kurz verstor- 
bener, oder noch lebender Mitglieder beschrieb. Dieses bei 
Lelio della Volpe im Jahre 1739 mit einer bis dahin in Ita- 
lien unbekannten Pracht gedruckte Werk erregte in einigen 
guten Künstlern Unwillen, weil sie neben ihren auch mittel- 
miissiger Künstler Namen fanden, wie Bildnisse und Leben. 
Spagnuolifs Beschwerde darüber ist in Crespi's Felsina 
pittrice p. 227. ff. zu lesen. Unstreitig werden auch die 
Schwächsten, die, obwol vielleicht schon über Verdienst ge. 
lobt, doch in ihrem Sinne noch mehr zu verdienen glaubten, 
andere Klagen über ihn erhoben haben. Auch über sich selbst, 
den ersten jenes Vereins und lange Zeit dessen Geheimschrei- 
ber, hat Zanotti Nachrichten mitgetheilt. Seine häuslichen 
und schriftstellerischen Beschäftigungen zogen ihn in reifern 
Jahren sehr von der Malerei ab und aus jener Zeit sieht man 
ziemlich matte Arbeiten von ihm, nach welchen man sich kei- 
nen sonderlichen Begriff von ihm machen kann. lndess hatte 
er auch Arbeiten geliefert, die ihn über den Hellhaufcn der 
Maler erheben, unter andern das grosse Bild, die romagnno- 
ler Gesandtschaft an die Bologner, im Stadthause. Auch in 
Privathäusern sieht man andere geschichtliche oder mytholo- 
gische Darstellungen von gar feinem Geschmack; eine besitzen 
praspctlfva. Balngna l766in 4. ; es enthält auf 11 Kupfer-platten 55 Fi- 
guren. Der Graf C icogn ara empfiehlt diese Abhandlung als treHiieh 
und sehr fasslich. Ein anderer, F r a n c e s e o Ma r i a Z a n o t ti schrieb 
Orazinne in lade della piltura etc. Ein dritter, G i ov anni Pi e tro 
Z nun t t i, von dem hier Lan zi spricht, schrieb: Stnria delP accade- 
min Clemezztina di Bologna 1739, gab mit veränderten Kupfern Il 
vlauslro di S. Michele in Bosca rlz" Bülßgült heraus, welches Mal- 
Vasia beschrieben hatte, beendete aber diese Ausgabe nicht völlig. 
Ferner schrieb er: Avvertiznenli per l'incannnz'n1mentn d'un gfumzne 
alla pittura. Bßlog. 1156 in 8.  Nunvo fregia di glaria a Felsinzz 
Sßmpre Pittrice nclla vila (H Larenzo Pasiuellz" pitt. Bvl. 1703 in S.  
Dialogo in dgfesa di Guido Rani stesn in um: lenera nl Sigi Dutt, 
Girolazna Barufaldi. Venezia 1710 in S.  V im di Eustaclub Man- 
fredi. Bol. 1745 in 4. Q.
        

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