Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297498
Vierter 
Zeitraum. 
Pasinelli und 
derung in der 
noch mehr Cignani bewirken eine 
bologner Malerei. Die clementiner 
mie und ihre Genossen. 
Verän- 
Akade- 
Der letzte Zeitraum der bologner Schule kann einige Jahre 
Vor 1700 anfangen, als Lorenzo Pasinelli und Carlo 
Cignani eine grosse Veränderung in der Malerei herbeige- 
führt hatten. DieCaraccisten, welche Lodovico nachge- 
illlmt und die, welche sich neue Style geschnifen hatten, wa- 
Tßn bereits dahin, und ihre doch noch ihrem Gcschmacke hul- 
dlgenden Zöglinge kamen auf sehr wenige zurück: es waren 
die guercinenzenden Gennari, Gio. Viani, ehemals Tor- 
la's Schüler und einige andere hiinder genannte. Pasinelli 
Selbst starb im Anfange des neuen Jahrhunderts; mithin blieb 
ülles Ansehen der Meisterschaft dem Cignani. Auch wuchs 
es spätcrllin wenig, als eine Kunstschule in der Stadt gestif- 
tet und er zum lebenslänglichen Haupt derselben erwählt wurde. 
Dies alles kann man in Giampietro Zanottiis Istoriß 
de]? acadenzia Clementi-na nachlesen. Dort sehen wir den An- 
fang und die Fortschritte jener ruhmvollen Gesellschaft, welche 
im Jahr 1708 von Clemens XI. genehmigt und benannt, vom 
Rathe hehauset, vom Gr. Luigi Ferdinando Marsilj gegliedert, 
von ihm und andern Grossen nicht wenig unterstützt wurde; 
dort sind auch die Lebensbeschreibungen der Mitglieder bis 
1739. Zu Zanotti's Geschichte nicht nur, sondern zu an- 
dern ältcrn, hat Crcspi nützliche Ergänzungen geliefert, und 
Ruf diese beiden neuen Werke werde ich, jedoch nicht ohne 
einige Behutsamkeit, meine übrigen Nachweisungen stützen. 
Um den Faden wieder aufzunehmen, muss ich auf 1670, 
ßder die Zeit da herum zurückgehen, als Pasinelli und 
Cignani, aus Rom zurückgekehrt, jeder auf seine Weise zu 
lehren und zu arbeiten anfingen. Dem Loren-zo gefiel Raf- 
füePs Zeichnung mit Paolo Veronesvs Zauber vereint; 
dem Carlo Coreggioü Anmuth mit Annibalvs Gelehrsam- 
kcit und Beide hatten in Rom sich ihrem Geiste gemäsis ausge- 
bildet. Man erzählt sich, dass sie eines Tags lange über R41 1'- 
K 2
        

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