Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297374
llLZ. 
u. Nachf. 
Die Caracci, ihre Zögl. 
bis auf Cignani. 
135 
Genug von den Bolognernl Die Ravenner hatten 1617 
einen Guarini, gediegenen Styls, nicht gar fern von dem 
ßilraccischen, soweit man aus einer Trauer um Christi Tod 
in S, Francesco zu Rimini urtheilen kann, wo er seinen Ge- 
burtsort bemerkte. Auch hatten sie einen Matteo lngoli, 
Yen welchem in der venediger Schule gehandelt wurde, wo 
er immer arbeitete. Ferner hatten sie die Familie Barbiälli 
Welche bis in die letzten Jahre herauf ihrer Vaterstadt gedient 
hat. Gimabatista wird von Orlandi") als der früheste 
genannt; ich kenne seine Schule nicht; er hat aber etwas von 
Cesiis Lieblichkeit, doch ist er ihm wieder unähnlich im 
Fleisse jeder Figur und darum" sich nicht gleich. Sein heil. 
Andreas und Joseph an zwei Altären der Frauciscaner 65), sei- 
ne 66) Agathe in der Kirche dieses Namens und andre Bilder von 
ihm an verschiedenen Orten sind gute Oelbilder; und im Dom in 
der Capelle U. L. F. vom Schweisse ist in der Vertiefung eine 
Himmelfahrt Mariens, die, wenn man auch Guido's Kuppel 
in Ravenna gesehen hat, doch nicht misfällt. Ihm folgte in 
der Kunst, nicht aber in der Ehre, sein Sohn; und von die- 
sem, oder einem andern der Familie stammte Andrea Bar- 
biani, welcher an den Sparrenköpfen jener Vertiefung die 
vier Evangelisten, und in Ravenna und Rimixii mehrere Al- 
tnrbilder malte. Betrachte ich seine Manier und noch mehr 
seine Tinten, so halte ich ihn für einen Schüler, oder wenig- 
stens Anhänger des P. Pronti von Rimini, den ich oben 
unter den Guercinisten nebst dem Gennari, auch einem 
Riminescr, anführte. Einen Dritten muss ich jetzt nennen, 
der, aus Padovanincfs Schule hervorgegangen, in seiner 
Vaterstadt lebte und mehr für Cabinets, als Kirchen malte. Er 
hiess Carlo Leoni und wetteiferte in Davids Busse im Ora- 
torium mit Centino und andern guten Figurenmalern, die 
damals in Romagna waren. Unter den Guercinisten wird 
man auch zwei Cesener linden, und ich bin überzeugt, dass 
nicht wenig Andere aus Romagna mit ihm in Cento waren, da 
1m Abbecedarib jlilmr- 
In Ravenna. Q- 
Nicht doch! Sie ist vm 
Äblh. 
268. 
Luca. 
Longhi.
        

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