Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297365
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Oberitalien. 
Drittes Buch. 
Schule. 
Die bologner 
schon erwähnt wurden, befinden sich uuch das Begräbnis des 
heil. Valerian und Tiburtius von Alessandro Albini, ei- 
nem lebhaften Elllaler; das Almosen der Ciicilia von Tom- 
maso Campana, der nachher Guido's Anhänger war; der 
heil. Benediet unter Dornen von Sebastiano Razali; die 
Unterredung zwischen Cäcilia und Valerian von Aurelio Bo- 
nelli; lauter verständige Künstler, bis auf den letzten, wel- 
chen Malvasia als einer an grossen Zöglingen so fruchtba- 
baren Schule unwürdig tadelt; indess ist wol bei grosser Frucht- 
harkeit manche Fehlgeburt nicht befremdlich. F lorio und 
Gio. BatistaMacchj, Enua Rossi, Gilucinto Gilioli, 
lppolito Ferrantini, Piermaria. Porettano, Anto- 
nio Castellani, Antonia Pinelli 63) stellten in Bo- 
logna und noch mehr in der Umgegend manch gutes Gemälde 
auf; so auch Gio. Batista Vernici, der nachher dem 
Herzog von Urbino diente. Von A n dr ea C o s ta , und Vi n- 
cenzio Gotti ist nichts übrig geblieben; der Erste lieferte 
nach Malvasia für die S. Casa in Loreto bewundernswürdige 
Arbeiten, die jetzt, wenn ich nicht irre, nur andere Namen 
führen; der Zweite lebte im Königreich Neapel, meistens in 
Reggio, ein Schnellmaler, von dem man 218 Altarbilder zählt. 
Andere Caraceisten, die das Malen aufgaben, machten sich 
durch Kupferstechen, oder Bildhauerei einen Namen. Die 
Schule ging mit Lodovilco's Tode ein; die Gypsabgüsse und 
anderes dort "beiindliche Malergeräth blieb lange in Bologna. 
Domenico Mirandola, der, als FacinPs Schule eröff- 
net wurde, die des Lodovico verliess, ward ein waekerer 
Bildhauer, bereicherte sich mit dem Nachlass Beider und eröiil 
nete eine Malerschule im Geiste seiner ersten Meister, die dess- 
halb auch von Einigen der Caracci Werkzimmer genannt 
wird. Indess ist ein Name noch nicht die Sache. Die gute 
Zeichnung wurde durch diese sogenannte Akademie nicht auf- 
recht gehalten, sondern veriiel eher. lhre Wiedererhebung 
verdankte sie dem Ciguani, wovon im vierten Zeitraume. 
63) Sie war Gattin äes Bertusio und dem Ludovicu C25- 
racci wegbn ihrer außerordentlichen Bescheidenheit und Neigung 
zur Malerei lieb. lhr bestes Werk ist in der Nunziala nach Ladu- 
vico's Zeichnung, wo sie sich mit einer Mütze und ihren Mann 
gbbildete.  L.
        

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