Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297237
bis _auf Cignani. 
Die Caracci, ihre Zögl. u. N achf. 
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Kunst, in wiefern er, sagt Passeri, „der Erste war, der 
den Aufgang einer Himmelsglorie durch den lebendigen Aus- 
druck eines unermesslichen Glanzmeeres darstellte, ohne früher 
ein Vorbild davon gesehen zu haben  . . Lanfrancois Kuli- 
pel ist das einzige Muster von Glorie geblieben; denn, was die 
Himmelsidee betrifft, so hat er, nach dem Urtheil unbefange- 
ner Kenner, da Höchste erreicht sowol in dem Einklang des 
Ganzen, WüS_die Hauptsache ist, als in der Vertheilung der 
Farben, in den Theilen, in der Kraft des l-Ielldunkels u. . w." 
Dies Bild aber, woran er vier Jahre arbeitete, war nicht der 
einzige Beweis einer Fruchtbarkeit und Erhebung, wie man sie 
selbst an keinem Künstler des Alterthums kennt. Auch die 
Kuppeln zu Neapel in der Jesukirche und im Tesoro di S. 
Gennaro, wo er auf Domeuichino folgte, und die verschie- 
denen Tribunen und Capellen, die er mit gleicher Meisterschaft 
in beiden Städten schmückte, haben Unteritalien die geschätzte- 
sten Muster dieser Gattung gegeben. Von ihm lernten die Rüst- 
maler die Kunst, das Auge in grossen Fernen zu befriedigen, 
indem sie zum Theil -malten, zum Theil aber auch, wie er 
sagte, die Luft selbst malen liessen. 
Wir haben in den beiden vorgenannten Schulen die besten 
Jünger aufgezählt. Der bologuer hat er, soviel ich weiss, keine 
Zöglinge gegeben, eben so wenig Romagna, oder der Umge- 
gcnd, ausgenommen Gio. Francesco Mengucci aug Pe- 
Saro, der ihm bei der Andreaskuppel half; einen Maler für 
Sammlungen, glaube ich, den Malvasia sehr lobt.  
Nach den fünf bisher geschilderten Schulenhiiupteru muss 
Sisto Badaloeclgi um so mehr erwähnt werden, da er, 
Annibaläs Jünger, nicht kurze Zeit mit ihm in Rom lebte, 
und, ein Mitbürger und treuer Geführte Lanfrancok, seinem 
Style sich sehr näherte. Sisto zeichnete vvortreßlich, so dass 
Annibale ihn .allen Mitschülern, und bescheidentlich ich 
Selbst verzog. Zeugen seiner Geschicklichkeit sind die Kupfer 
der raffaelischen Logen, die er mit Lanfrancxo arbeitete 
und Annibale widmete 60); und die sechs Kupfer der gros. 
i. h;  
 18. giebt 34 Blätter Voll Rada- 
des Lunfrßnco gleichen, so- 
von Lanfrarucu sagt Bartsch 
60) L. P. G. p, A._Bartsch V0! 
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