Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295582
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1297076
Die Caracci, 
ihre Zögl. u. Nachf. bis auf Cignani. 
105 
begraben, lwo Guido RenVs Asche War. In der Kunst 
ahmten sie, ausser ihren Schwestern, eine Veronica Frau"- 
chi, Vincenzia Fabri, Lucrezia Scarfaglia und 
Ginevra Cantofoli nach, von welcher, wie von Bar- 
bara. Sirani, auch in manchen Kirchen Bolognifs lobens- 
werthe Gemälde übrig sind. S. Crespi S. 74. 48). 
Unter Guido's bologner Zöglingen ist Domenico Ma- 
ria Canuti sehr berühmt, welchen die Olivetaner, dieser 
um berühmte Maler so hochverdiente Orden, sehr in mehrern 
Klöstern beschäftigten, besonders in denen zu Rom, Padua 
und Bologna, wo er die Bücherei und Kirche mit reichen Ge- 
mälden geschmückt hat. Dort bewundert man eine Kreuzab- 
nahme bei Fackelschein, wovon man viele Abbilder findet, un- 
ter dem Namen: Canuti's Nacht; und einen heil. Michael, 
der, theils in, theils ausserhalb des Gewölbbogens gemalt, für 
etwas Seltenes in der Perspective gilt. All' seine Arbeiten in 
jener Bücherei wurden von den Manolessi beschrieben und 
gedruckt. Grosse Werke hinterliess er ebenfalls in zwei Sä- 
len des Palastes Pepoli, in Rom in der colonnischen Samm- 
lung, im herzoglichen Palaste zu Mantua und an andern 01-- 
ten; er galt für einen der besten Wandmaler seiner Zeit. 
Seine Fülle und Mannichfaltigkeit gefällt mehr an ihm, als 
sein Colorit, und einzelne Figuren befriedigen wol mehr, als 
das Ganze. Er war auch guter Oelmaler und bildete Gui- 
du's Arbeiten wundergeschickt nach, wie denn dessen Magda- 
lena bei den Barberini zu S. Michele in Bosco das beste der 
vielen Abbilder scheint. Canuti hielt auch in Bologna Schule; 
als er aber nach Rom ging, gingen seine Schüler grössten- 
theils zu Pasinelli über, in dessen, oder Cignanias Schule 
wir sie im letzten Zeitraume betrachten werden. 
Malvasla nennt uns noch andre Schüler Guidok, 1m- 
tef welchen er dem Michele Sobleo, oderlDesubleo, ei- 
nem Flamänder von Geburt, in Bologna sesshaft, den Namen 
eine; grossen Meisters giebt. In Bologna sieht man öffentlich 
wenig von ihm, und zwar eine? Mischung von Guercino und 
dritten 
48) Nämlich im 
L r e s p i herausgah. 
Theile 
der 
Fels im: 
pillrice , 
Q. 
welchen
        

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