Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291439
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
49 
wetteiferte, waren die übrigen Städte des Gebiets, soviel ge- 
schichtlich bekannt ist, nicht so sehr für die Gelehrsamkeit der 
erstern, als für das Blumige, Heitere der zweiten, ja man 
möchte sagen, ihre grössere Leichtigkeit eingenommen; denn 
die schöne Natur ist überall eher zu finden, als alte Denkmä- 
ler. Bassano hatte damals Francesco da Ponte, Vi- 
cenza die beiden lllontagna, und Bonconsigli; und alle, 
obgleich Padua so nahe geboren, waren Anhänger der Bellini. 
Da Po-nte, Vicentiner von Geburt, hatte in früher Zeit alte 
Literatur und Philosophie getrieben, die für ein Schulenhaupt, 
Wie er ward, indem er Jacopo unterrichtete und durch ihn 
die im ganzen sechzehnten Jahrhundert und weiter hinaus be- 
deutende bassaner Schule gründete, allerdings sehr gute Hiilfs" 
Wissenschaften sind. Vergleicht man seine Bilder unter einan- 
der, so sieht manlwohl, welche die ersten und welche die letz- 
ten gewesen. Flcissig, aber trocken, ist er im heil. Barto- 
lommeo im Dom zu Bassano; saftiger in einem andern Werke 
in der Johanniskirche; aber in dem Plingstfestc, das er für das 
Dorf Oliero malte, wird er fast ein moderner Maler; seine Er- 
findung ist durchdacht, die Färbung mannichfaltig, wohl ange- 
messen, und, was noch mehr sagen will, der Ausdruck der Gc- 
miithtsbewegungen schön, dem-Geheimnisvollen gemäss. Dass 
er zu anderer Zeit auch in der Lombardei gemalt, lässt L0- 
mazzo vermuthen, wenn er sagt, ein Vicenzer Francescc 
habe in Milano alle Grazie gut gezeichnet, aber wegen 
Schatten und Lichts nicht gefallen können. 
Die beiden Montagna lebten und arbeiteten zusammen 
in Vicenza um 1500, ungleich an Geist, aber den Bellini 
gleich zugethan, wofern man Ridolfi glauben darf, der doch 
viele jezt nicht mehr vorhandene Werke derselben gesehen ha- 
ben musste; in einigen, die ich gesehen, schien mir viel Man- 
tegnaartiges zu seyn. B e nedetto wird von Vasari mit Still-i 
schweigen übergangen, wie gewöhnlich Maler, die er für Dutzend- 
maler hält. Den B ar t olo lll m e o nennt er Schüler des M a nt c- 
gna (Montagn a) 44), und besser hätte er über ihn geschrieben, 
711. 
44) Im dritten Bande der röm. Ausgabe S. 427 steig irxiug Man? 
tegua, wo es heisst, er, Speranza und Veruzlo hatten bei 
Mantegua zeichnen gelernt.  L- 
n. m.   D
        

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