Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291355
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
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Bilzler von ihm, wie ein Abendmahl Christi mit dem Namen 
des heil. Kreuzes in S. hiartino; und in S. Francesco dem: 
YUgna ein Heiland von strengem Geschmack, aber höchst rei- 
zenden Tinten. Dort ist auch ein hlartyrrthunx des heil. 
Lorenzo von ihm, welches im Hanse Collalto und anderwärts 
fast nur wiederholt ist, Es ist an Figuren reich, die ungefähr 
eine Spanne hoch, zum Thcil nach BandinellPs berühmter, 
von Marcantoxlio gestochener, Composition sind. Diese 
Stiche waren für Girolamo eine Fundgrube kleiner, aber 
kostbarer Zimmergemälde. Ganz hat er keineniStich nachge- 
malqxer veränderte die Figuren, Besonders die Landschaften, 
worin er vortrefflich war. So machte er es mit mehrern Bac- 
chanalen, die sich in einigen Gemäldesammlnngen befinden. in 
der der Eillen Albani zu Bergamo ist ein heil. Johannes als 
Alniosenspender mit grossartiger Architektur unter einem Hau- 
fen von Armen; und in der Sammlung des Grafen Carrara, eben- 
falls zn Bergamo, ist eine Beisetzung U. H., sehr geschätzt we- 
gen des Bildnisses des Malers, welcher auf ein heil. Kreuz, als 
Sinnbild seines Namens, hindeutet. Keins dieser Werke hat 
auch nur den mindescen Beisehmaek des Alten, aber eine An- 
murh der Anordnung, ein Studium der Verkiirzungen und des 
Nackten, eine Farbenverschmelzung, die ein Gemisch mehrerer 
Schulen scheint; das Meiste daran gehört der römischen, das 
Wenigste der venediger. Man erinnere sich dessen, was oben 
bemerkt wurde!  
Zu diesen venediger, oder in Venedig lebenden Künstlern 
müssen noch einige kommen, welche Giovnnni für die Land- 
städte bildete, und so müssen wir den Faden der Malerge- 
schichte dieses Staats wieder aufnehmen. Es war kein Ort im 
Gebiet, wo er nicht Schüler, oder Nachahmer hatte. Wir wol- 
len von allen besonders handeln, und mit Conegliano an- 
fangen. So heisst er von einer Sfiadt der trevisaner Jllark, 
seiner Vaterstadt, deren igebirgige Ansieht er in seinen Bildern 
gleichsam als sein Merkzeichen anbringt. Sein Name istGi am- 
batista Cimu; der Styl kommt mit Gian BellinVS 
gutem überein. Die Kunstkenner haben oft Beide mit einarlflßf 
verwechselt; so fleissig, anmuthig, lebhaft in den Gebärden und" 
der Farbengebung ist Conegliano, wiewol minder weich
        

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