Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291337
Erster 
Zeitraum. 
Die 
Alten. 
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lern ihrer Landschaft in der Schule des Nackten haben, besi- 
tzen auch ein xGGlllillllß von ihm in der- Kirche der Heil. Naza- 
rius und Celsus, vom Jahre 1493. Diese Nachricht verdanke 
ich dem verdienten veroner Maler, Saverio dalla Rosa. 
Ein anderer, weniger bekannter," eben auch etwas trockener 
Schüler, oderdoch Nachahmer BellinPs iindet sich mehrmal 
unter frommen Bildern unterzeichnet JlIarcus Jllartialis V enelus; 
und auf einer Reinigung von ihm, welche das Conservatorium 
der Büsserinnen hat, lieset man das Jahr 1418: Aus einem 
Mahle zu Emaus mit seinem Namen bei den Contarini schliesst 
man, er habe noch 1506 gelebt. 
Bessern Geschmack hatte Vincenzio Catena, ein ver- 
mögeuder Bürgender sich in Bildnissen und Zimmcrgemiilden 
sehr auszeichnete. Sein Meisterwerk in Giorgionischem Styl 
ist eine heil. Familie in der ausgezeichneten Gallcrie Pesaro. 
Hätte er nichts anderes gemalt, so würde er aus diesem Zeit- 
alter wegfallen müssen; doch mag er anderer Erzeugnisse 
wegen, die noch in S. Simeone Grande, in der Carita, in S. 
Maurizio und anderwärts von ihm übrig sind, darin bleiben; 
denn sie sind wirklich schön, aber doch nicht modern genug. 
Dieser Mann stand bei seinen Lebzeiten in so grossem Ansehen, 
dass in einem Briefe Marcantonio MichicPs aus Rom an 
Antonio di Marsilio in Venedig vom ll. April 152i), als 
Raffael nicht gar lange gestorben und Buonarotti krank 
war, dem Catena empfohlen wird, sich in Acht ,zu nehmen, 
„weil er zu den treflliehen Malern gehöre" (lllorel; Not. 11.212). 
Auch ein Giannetto Cordegliaghi, wie Vasari ihn 
nennt, war sehr geschätzt; und Vasari cmpiiehlt ihn seines 
zarten und süssen Styls wegen, der besser als der vieler sei- 
ner Zeitgenossen gewesen. Er habe, fügt er hinzu, unzählige 
Cabinetbilder gemalt. In Venedig wird er, glaub ich, kurzwcg 
Cordella genannt, und ihm schreibt man das schöne Bildnis 
des Card. Bessarion in der Schule della Carita, nebst einigen 
andern Stücken zu; die übrigen sind in Vergessenheit geratben- 
Vielleicht war sein wahrer Name Cordella Aghi. Auf einer 
schönen Madonna wenigstens, die Zeno besitzt, las Zanetfi 
Andreas Cordelle Agi F. Dieser ist ebenfalls aus der Familie 
Giannetto's; oder vielleicht sollte Vasari auch Statt 
Giannctto Andrea geschrieben haben, wie Franeeßßß
        

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