Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1295311
III. 
Zeitr. 
Die 
Prouaccini 
und 
Andere. 
437 
Eil verschlimmernd. 
Zeitraume auf, um 
zu zerstückeln. 
Wir 
nicht 
Sparen ihre Folge bis zum letzten 
Eine Schule in verschiedene Theile 
Der letzte Auswärtige, welcher damals in Mailand lehrte, 
war Panfilo Nuvolone, ein edler Cremoncr, von dessen 
Style bei den Schülern des Ritt. T rotti, seines Meisters, hin- 
länglich gehandelt; wurde. Ein mehr fleissiger, als phantasie- 
reicher Maler, malte er in Mailand nichts Weitriiumiges, als 
für die Nonnen des llcil. Deminieus und Lalzarus das Decken- 
bild, Lazarus und der Schlemmen", mit einem wahren Pracht- 
aufwand von Malerei; wie cr auch in der Himmelfahrt Mariens in 
der Kuppel der Kirche deila Passione that. In seinen Altarbildern 
und den geschichtlichen für die herzoglich parmafsche Gallerie 
wendete er mehr Mühe auf Vollendung, als Menge der Figuren. 
Er unterrichtete vier Söhne in der Kunst: zwei, welche unbe- 
kannt geblieben, zwei von den Beschreibern der mailäindischen, 
piacenzischen, parmzrschen und brcscianer Bilder viel genannte, 
wo sie auch vom Vater her die Panfili zubenannt werden. 
Doch von ihnen zu ihrer Zeit! 
Eine andere auswärtige Manier brachte Fede Galizia 
nach Mailand, wenn sie, wie Urlandi will, aus Trento 
war. lhr Vater war ein berühmter Illiniaturmaler, Annänziog 
gebürtig aus '.l'rento, wohnhaft in Mailand; von ihm ha te sie 
wol die Gvenauigkcit und Ausführung der Figuren, wie der 
Landschaften; übrigens ähnelte sie mehr den Bolognern vor 
den Caracei, als einer andern Schule. Proben ihres Styls 
sind auch in ausiviirtigen Sammlungen. Eines ihrer ileissigsten 
Bilder ist in S. Maria Maddalena, wo sie die Kirchenheilige 
mit Christus als Gärtner malte. Diese Malerin wird von dem 
Verfasser der Guirla wegen des allzuvielen Vldealschünen z) geta- 
dßlt, das sie auf Kosten der Wahrheit und Natürlichkeit Xin 
Zeichnung und Colorit zu legen getraehtet, habe; was damals 
in Italien sehr gewöhnlich war. Um diese Zeit lebte und 
arbeitete auch viel in hlailaild Orazio Vajano, von seiner 
Vaterstadt dort der Florenzer genannt. WVie er, nach Or- 
landi, in manchen Bildern mit Palma vccchio verwechselt 
2) Darunter versteht L. und Conaorlen freilich die 
willkürliche, sinnlose Abweichung vom Naturgemässen. 
launenhafte, 
Q,
        

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