Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294630
IV. K. III. Zeitr. Die Schule d. Campi verschlimmert sich. 
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beiten mit seinem Bruder Manfredo Lodi half. Nicht so 
in den wenigen Bildern, die ganz von ihm sind, besonders 
zu, S. Pietro: sie hätten gewiss Agostino Caracci nicht 
eifersüchtig gemacht, noch dem Vf. den Namen Malosso 
zu Wege gebracht. Auch des Giulio Calvi, genannt il 
Coronaro, Werke würde man, nach Zaist, mit Trotti's 
minder schönen verwechseln, wenn sein Name nicht darunter 
stünde. Dasselbe kann man auch von zwei andern guten 
Zöglingen und Jüngern dieser Schlue sagen, Stefano Lam- 
bri und Cristoforo Augusta, einem hoffnungsvollen Jüng- 
ling, der aber bald starb. Diese wie den Coronaro kann 
man in der Kirche und dem Kloster der P. Predicatori, welche 
von jedem einige Arbeiten haben, kennen lernen und ver- 
gleichen. 
Von dem obenerwiihnten Euclide Trotti sind unbe- 
stritten nur zwei Bilder in seinem Geburtsort, Auftritte aus 
des Apostels Jakob Leben, von Calvi entworfen, von ihm 
zu S. Gismondo ausgeführt in löblicher Nachahmung des Styls 
seines Oheims Gio. Batista. Ganz seine Arbeit nennt man 
die Himmelfahrt zu S. Antonio in Mailand; sie ist schön und 
in einem allerdings ernsteren Style, als gewöhnlich die Arbei- 
ten des alten Malosso. Kein anderes Werk gilt für sein; 
auch konnte er nicht viele liefern; denn noch sehr jung, Ver- 
raths am Fürsten angeklagt, ward er eingekerkert und starb, 
wie man glaubt, an Gift, welches ihm die Verwandten berei- 
teten, um die Schande öffentlicher Hinrichtung zu verhüten. 
Endlich darf Panfilo Nuvolone nicht übergangen werden. 
Er war dem blalosso werth, den er anfangs nachahmte; 
später ergab er sich einem gründlichern, minder reizenden 
Style. Ein" in seiner Lebensbeschreibung nicht genanntes Werk 
vqn ihm war der heil. Ubaldus , der einen Kranken einsegnet, 
zu S, Agostino in Piacenza. Von diesem Maler wird auch in 
der mailiindischen Schule die Rede seyn, wo er mit zwei 
Söhnen, Giuseppe und Carlo, der Guido der Lombardei 
Zubgnannt, lJlÜhlZO. 
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