Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294444
2.50 
Oberitalien. 
Die cremoner Schule. 
wähnt wird; Niccolb von Cremona, der 1518, nach Or- 
landi's Angabe, ,in Bologna arbeitete. Mehr Achtung ver- 
diencn zwei Andere wegen ihrer noch vorhandenen Werke, die 
Vieles aus der goldenen Zeit haben. Der Erste ist Gio. Ba- 
tista Zupelli. Die Eremitaner haben eine sehr schöne 
Landschaft von ihm, mit einer heiligen Familie. Sein, obwol 
trockener Geschmack überrascht doch das Auge durch eine gewisse 
Ureigenthiimlichkeit, und unterhält es angenehm durch eine 
gewisse natürliche Anmuth in Zeichnung und Gebärdung der 
Figuren, durch eine gewisse Weichheit und Mürbheit des Colo- 
rits. Hätte Soj aro nicht bei Coreggio gelernt, man 
könnte glauben, er hätte den starken Farbcnauftrag, den wir 
an ihm und seiner Schule bewundern, von diesem Zupelli. 
Der Zweite ist Gianfrancesco Bembo, Bruder und 
Schüler des Bonifazio, von welchem Vasari sehr ehren- 
voll spricht, wofern dies, wie man glaubt, der Gianfranco, 
genannt il Vetraro ist, der im Leben des Polindoro da, 
Caravaggio erwähnt wird. Dass er in Unteritalien gewe- 
sen, scheint mir sein Styl in einem Bilde der heil. Cosma und 
Damiano bei den Osservanti zu beweisen, das seinen Namen 
und das Jahr 1524 führt. Etwas von ähnlichem Geschnmck 
habe ich weder in Cremona, noch in der Umgegend gesehen. 
Kaum ist eine Spur von Altem darin, wie doch in manchen 
'Werken des F. Bartolommeo della Porta, dem er gelu- 
im Colorit ähnelt, obwol er in Figuren und Gewandung min- 
der gross ist. Noch giebt es einige andere Bilder von ihm, 
öffentliche sowol als in vornehmen Häusern, nach welchen 
man ihn für Einen von Denen ansprechen muss, diei in der 
Lombardei die Malerei weiter brachten und den alten Styl 
verabschiedeten. 
Zweiter 
Zeitraum. 
Camiilo 
Boccaccino. 
I1 
Sojaro. 
Die 
Campt 
Nach dem Vetraro darf man nur noch neue Maler nennen. 
Und so wollen wir denn mit den drei vortrefflichen anfangen, 
die, wie Lamo meldet, schon 1522 in Cremona arbeiteten:
        

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