Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294386
,344 
Oberitalien. 
Die cremoner 
Schule. 
Clemente Flameno') in der Sturm de Castelleone bei 
Zaist S. 12. bezeugt. Sarnelli in seiner Guirla de? Fores- 
tieri cli Napoli und Celano in den Notizie del belln cli Napoh" 
nennen auch einen M. Simone von Cremona, der um 1335 
in der Kirche S. Chiara Qmalte und derselbe ist, den Sur- 
geute, der Verfasser der Aizpoli illustrata Simon da. Sie- 
na, und Dominici Simone Napolitano nennt. Ich 
habe mich oben an Dominici gehalten, weil er Criseuolo 
und seine Urkundeusammlungen anführt, dies mag aber dahin- 
gestellt bleiben. Man kann noch andere Namen beifügen, die 
Zaist theils aus Handschriften, theils aus gedruckten Virerken" 
gesammelt hat, wie einen Polidoro Casella, der 1345 
blühte; "einen Angele Bellavita, der 1420 lebte; einen 
Jacopino Marasca, der 1430 genannt wird; einen Luca 
Sclavo, welchen Flameno nach 1450 unter die trefilichen 
Maler und Francesco Sforztxßs vertraute Freunde setzt; einen 
Gaspare Bonino, um 1460 berühmt. Hieraus ergiebt 
sich, dass es dieer Schule eine gar lange Zeit nicht an einer 
fortlaufenden Reihfolge fehlte, wenn sie auch nicht gerade 
mit Gemälden zu belegen ist. 
Das erste, da sich mit Namen und zuverlässiger Jahr- 
angabe bietet, ist ein Bild, welches Zait selbst besass: 
Giuliano, nachmals ein Heiliger, der Vater und Mutter 
umbringt, weil er sein Weib und ihren Buhlen in seinem Ehe-_ 
bett zu überraschen wähnt. Am Fuss dieses Bettes standen 
folgende Verse: u 
Hoc quod Manteneae diclicit suä dogmate clari, 
Antonii Cornae dextera pinxit opus 
 MCCCCLXXVIII.  
Dieser Antonio della Corna ist aus der Geschichte be- 
kannt, uml erscheint in besagtem Denkmal als Mantegnzfs 
Schüler und Anhänger 'mel1r seines ersten als zweiten Styls. 
Ich glaube, er hat nicht lange gelebt, noch besonders gefallen; 
denn er kommt nicht unter den Dommalern des fünfzehnten 
Jabrh. vor, welche dort ein mit der sixtiniscben Capelle wett- 
eiferndes Denkmal der lllalerei hinterlassen haben; und irre ich 
eine 
J) Scheint das nicht beinahe 
alte W ortform 
für 
Fiamenga .7
        

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