Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294317
III. 
KaP' 
III. Zeitr. Zöglinge der Caracci u. and. Auswärt. 
337 
zeichnen und malen, und vertiefte ich unermüdlich in TibaI- 
di, nach dessen Muster er in S. Maria della Scala, nicht ohne 
Vorwurf des Diebstahls 5) malte. Als er sich übrigens in 
Parma niederliess, heftete er seine Augen auf niemanden mehr, 
als Coreggio, und nach ihm. auf Parmigianino, Die 
Stadt hat von m viele Bilder, öffentlich sowol als in Privat. 
hüusern; und ausgezeichnet sind darunter die Himmelfahrt der 
Maria im Dom, reich an Figuren, und die Halle (catinb) bei 
den alten Kapnzinerinnen, welches unter die letzten großen 
Werke der alten yarmesaner Schule gerechnet wird. 
Nach diesen verfiel die Malerei immer mehr. Gegen die 
Mitte des 17. Jahrh. findet man im Wegw. durch Parma For- 
tunato Gatti und Gio. Maria Conti ausParma erwähnt, 
und nicht gar fern von ihnen, glaube ich, Giulio Orlan- 
dini. Diese bezeichnen mehr die Aufeinanderfolge der Maler 
in Parma, als der grossen Maler. Ich linde auch einen Gi- 
rolamo da' Lconi aus Piaeenza erwähnt, der mit dem Mai- 
lünder Cunio zur Zeit der Campi malte. Eben so arbeitete 
in Piacenza in der zweiten Hälfte des Jahrh. ein Bartolom- 
meo Baderna, Schüler des Ritt. Ferrante, mehr als fleis- 
siger, denn als genievoller Maler; wesshalb Franceschini 
von ihm sagte, er hätte bei waekern Malern an die Thür ge- 
klopft, hätte aber nicht hineingekonnt. Der Hof indessen un- 
terliess nicht, den Eifer für die Kunst in den Unterthanen zu 
förderm- Er sendete auch mit Unterstützung einen Jüngling 
von viel Talent nach Rom unter BerettinPs Leitung, nüm- 
lieh Mauro Oddi, der zur Zufriedenheit der Fürsten auf 
dem Landsitz Colorno malte und manche Kirchen mit Altar- 
bildern schmückte; aber er beehrgeizte mehr den Ruf eines 
Bankünstlers als Malers. Um dieselbe Zeit war bei Hofe an- 
genommen und arbeitete nicht selten für Kirchen und Privat- 
sammlungen Franceseo Monti, von welchem in der vene- 
diger Schule gesprochen wurde; und dieser wirkte besonders auf 
die Malerei in Pnrma ein, indem er ihr in llario Spolve- 
rini einen verdienstvollen Schüler zog. Ilario machte sich, 
wie sein Meister, durch Schlaehtenmalerei einen Namen; und 
ich weiss nicht, ob es Uebertreibung, odexmiiiahrheit wer, wenn 
5) Mulvasia. 
H. Bd. 
212. 
Y
        

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