Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294054
Hi. Kap. 
U. Zeilr. 
Uoreägio 
und 
seine Jünger. 
311 
Vier Jahre darauf also starb er in seinem Geburtsort, ohne 
das Vikar-k zu vollenden und ohne ein ganz unbestreitbares Bild- 
nis von sich zu hinterlassen. Der römische Herausgeber des 
Vasari giebt einen alten Glatzkopf dafür aus, der doch wol 
keinem Vierziger eignet. Er ist aus einer Sammlung von Zeich- 
nungen des P. Rcsta genommen, die er Galleriu purlatile be- 
titelte, wovon Tiraboschi und della Valla wie von etwas 
Verlorenem Sprechern. Sie befindet sich aber in der Anibrosiana 
und enthält unter andern Zeichnungen eine, welche Resta in. 
den beigefügten Anmerkungen die Familie des Coreggio 
nennt, worauf Coreggi o's, seiner Frau und Kinder Bildnisse 
seyn sollten, nämlich ein Mädchen und drei Knaben, baarfuss 
und armselig bekleidet. Die Zeichnung hat aber mehrere Spu- 
ren der "Unäehtheit, die deutlichste in der Angabe der Familie; 
denn Antonio hatte einen Knaben und drei Mädchen; .zwei 
starben, wie man vermuthet, in sehr zartem Alter. Das zu 
Turin auf dem Weinberge der Königin belindliche, von dem ge- 
schickten Valp er ga gestochene hat die zum Theil vom Sims 
gedeckte Umschrift Antonius Corrigius fl (d. i. jecit, wie ich 
sie lese), was mir aber der erste Beweis ist, es nicht, wie Ei- 
nige doch thun, für Coreggio's Gesicht zu halten. Einen 
zweiten Beweis linde ich in der Artder Umschrift, mit gros- 
sen Buchstaben und in einem Raume, der die ganze Länge der 
Leinwand einnimmt; was man bei Bildnissen oft zu thun pflegte, 
den gemalten Gegenstand, nicht aber den Maler zu bezeichnen. 
Ein Bildnis, das aus Genua, nach England ging, mit einer 
Schrift auf der Rückseite, welche es für des M. Antonio da 
Coreggio Bild ausgiebt, gemalt von Dosso Dossi, kann 
man in Ratti's Jllemorie sehen. Ich habe zwar keinen Grund 
zu behaupten, dass die Inschrift mehrere Jahre später gemacht 
Sei, wie man sonst pflegte und noch thut, wobei die alten 
Schriftzüge wundersam nachgeahmt sind; sage aber, M. Anto- 
nio da Coreggio ist auch Name eines berühmten illiniatmr- 
malers, der zu [Jesse's Zeit Italien durehzog, von welchem 
ich seines Urts sprechen werde. Von Ganxbarws Bildnis des 
Ccreggio im Dom zu Parma kann man nur wie von einem 
L 
Beinen , 
ko unle . 
welche! zu dieselh boshaften Vergleich wol Anlass 
Denn ein Froschragout hcsleht aus Fruschschcxxkelxx. 
gehen 
Q.
        

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