Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1294007
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Oberitalielm. 
Die 
zu Parma. 
Schnlg 
deckte diesen verborgenen Schatz. Anfangs stritt man über 
die Aechtheit und bemerkte vorzüglich, Allcgri hahe das 
Bild auf Holz gemalt, da doch das mediceische auf Leinwand 
sei. Dies Bedenken aber schwand nach einer Vergleichung mit 
Boulangers Copie, welche auch auf Leinwand ist; und aller- 
dings hätte der Copist, wenn das Urbild auf Brett gewesen 
wäre, die Mönche nicht mit einem leinwandcncn untergeschobe- 
nen täuschen können. Noch wahrscheinlicher wird es, wenn 
man bedenkt, dass nie eine Gallerie eine ähnliche Ruhe auf- 
gezeigt hat, welche der florenzer den Besitz des Urbilds ßtrei- 
tig machen könnte, wie dies doch mit mehrern an mehrern Or- 
ten wiederholten Bildern geschah und noch geschieht. Dazu 
beweisen die Aechtheit gar wohl die Pinsclziige, die Üeberbleib- 
sel eines dem Künstler eigenen Firnisses und die mit den Bili- 
dern in Parnia verglichenen Farbentöne. Daher haben es viele 
der Bilderkundigsten, unter welchen Gavin Hamilton allein 
für Viele gilt, für ücht gehalten. Darin aber kommen Alle 
überein, dass es ein Mittel- und Uebergangswerk vom ersten 
zum zweiten Style sei; und wer es mit der Ruhe in Parma in 
S. Sepolcro vergleicht, welche man gewöhnlich die Madonna 
della Seodella (mit der Schüssel) nennt, wird einen Unterschied 
darin linden, wie zwischen Raffaels Malerei in Cittd di Cae 
stello und der in Rom. Diesen Unterschied haben in der Hitze 
des Strcites einige sehr angesehene Kenner bemerkt, welche 
behauptetemidas medieeischc Bild gleiche Coreggicfs bestem 
Style zum Theil, zum Theil auch nicht. 
 Unter dieselbe Kategorie können nun auch zwei andere 
Bilder fallen, die Mcngs erwähnt; das eine jenes Noli me tau- 
gere, das aus dem Hause Ercolani in das Escurial kam, das 
zweite eine Madonna, die das göttliche Kind anzubeten im Be- 
grili ist, in der königl. Gallerie zu Florenz; beide in einem 
Geschmack, der in Coreggiüs erhabensten und berühmtesten 
Bildern nicht zu finden ist! Hieher kann man auch den Mar- 
syas der Marchesen Litta w) in Mailand und einige von Co- 
reggioüi übrigen bei Tiraboschi verzeichneten rechnen. 
18) Gestochen von Sanuti; selten 
ckel eines musikalischen Flügels und 
äalnmlung in Mailnad. 
! Das Gemälde war der De- 
beüudet sich noch in diese!" 
Q.
        

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