Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1291193
Erster 
Zeilmuln. 
Üie 
Ältßl]. 
25 
gniigen sich aufhielt und Denkmals seiner Kunst hiuterliess. 
Weit ältere Kunstwerke schmücken die ganze Kirche der Selbst- 
geissler, die, wie mir Jemand berichtete, der sie sah, ihm bei- 
nah wie ein heiliges Museum vorkam. Die Maler müssen die 
593m: Welche wir bei andern Städten erwähnen werden; denn 
von damaligen dort Einheimischen kennt man nur den J acopo 
di Valentina. Auch dieser rührte an das bessere Jahrhundert; 
aber in Ceneda, wo mehrere Gemälde von ihm sind, und in Serra- 
vnlle selbst, wo in der Schule der Empfängnis eines mit meh- 
rern Heiligen aus der heil. Familie ist, scheint er noch den 
Alten und dem Paduaner Squarcione anzuhangen. Tüchti- 
gere Künstler werden wir in dieser Landschaft finden, nachdem 
die Treviser den Bellini nachgingen. 
Später thaten dies die Friauler, welche auch noch weiter. 
hin gegen 150i) sich nichtphinlünglich im neuen Geiste gebil- 
det hatten, wie Ren aldis bemerkt, entweder wegen Ferne 
Und Abgeschiedenheit des Orts, oder wegen der Ungunst un- 
ruhiger, aufrührerischer Zeiten; daher denn die Maler, die da- 
mals in der Landschaft lebten, zu diesem, keineswegs zum fol- 
genden Zeitraume gehören. So ist es der Fall mit Andrea 
Bellunello von S. Vito, dessen Meisterstück ein unter meh- 
reren Heiligen Gekreuzigter ist, mit der Jahrangabe 1475, im 
Rathsaale zu Udine. Es hat Sein Gutes wegen Grösse und 
Vertheilung der Figuren, aber weder schöne Formen, noch 
Farben; es ähnelt gewissermassen mehr einem alten Teppich, 
als einem Gexuälde; und dennoch hiess er in seinem Bezirk der 
Zeuxis und Apelles seiner Zeit  Sein Zeitgenosse war 
Domenico di Tolmezzo, der für den Dom in Udine ein 
Bild in mehrern Feldern malte, eine Madonna in dama- 
llgem Style mit einigen Heiligen, Figuren auch in der Farbe 
ültvenetisch, so dass ich ihn als Zögling dieser Schule nicht 
Zu verkennen glaube. Sein Name steht" darauf und das Jahr 
1479; und zu demselben Gemälde, worauf das Bildnis des Pa- 
triarchen von Aquileja Bcrtrand ist, scheinen auch zwei ablangc 
Bildchen gehört zu haben, wovon eins seineAlmosenspenden, 
das andere seinen wegen des Eifers für Steuerfreiheit erduldev 
18) Im Dom zu Pordenone steht unter einem Bilde: 
Andreas Zeuätis naslraegue aelalis Apelles" 
Hoc Bellmzellu; nubilc pinxit opus. L.
        

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