Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293844
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Oberitalien. 
Ulodeneser 
Schule. 
eben sewol, als dem stets adliehen und gelüuterten Geiste der 
estesehen Familie, welche sie sammelte, Ehre macht. Auch die 
Unterstützung der Akademie hat von Zeit zu Zeit die Jugend 
gefördert. Sie bestand seit La n a, ward aber mehrmal geschlos- 
sen und wieder eröffnet bis auf Consetti und noch weiter 
Iierauf. Doch war es zu schwer, in der Nähe der bologncr 
eine andere aufrecht zu halten, die Ruf und Zukauf hatte 2). 
Dies in allen geistigen Erzeugnissen so tüchtige Volk gab 
den Künsten auch in andern Gattungen bedeutende Künstler; 
einen Lodovieo Bertucci aus Modena, einen Maler von 
Capricen, welche damals auch in den Iloilagern beliebt waren 
und es vielleicht nur unter andern Namen noch sind; einen 
Pe llegrino Ascanj aus Carpi, ausgezeichneten Blumenmaler, 
welchem lange nachher Felice Rubbiani folgte. Er war 
BettinPs Schüler, Reiscgenoss und Nachahmer, bei Hofe, in 
der Stadt und Umgegend beliebt; die Marchesen Riva von 
Mantua trugen ihm an 36 Bilder auf, die er treillich mannich- 
faltig_ ausführte. Auch ein treillieher Bildnismaler Matten 
Coloretti von Reggio lebte da, und eine Margherita 
Gnbassi irar in iritzigen Bildern sehr glücklich. Auch ver- 
dient ein Paolo Gibertoni von Modcna erwähnt zu wer- 
den, der sich jedoch in Lucea niederliess und darum in seiner 
Vaterstadtminder bekannt ist. Er war in grottesken Wund- 
bildern, die er mit allerlei geistreich gemalten Thierchen aus- 
stattete, ungemein verdient. Auch in Landschaften gefiel er, 
die nach seinem Tode in Achtung stiegen und noch gesucht 
werden. 
Im Gebiete von lllodena zeichneten sich viele in Verzie- 
rungen und Bauwerken aus; wie Girolnmo Comi, dessen 
schöne Fernungen wol bessere Figuren verdient hätten; und 
Gio. Batista. Modonino (in den Aböecedaqj irrig iliadon- 
nino), 11er in Rom viel Aufsehen machte, und von welclienr 
vielleicht die Wandbilder im Palast Spnda sind; er starb im 
Pestjahr 1656 zu Neapel. Ein besseres Loos hatte dort in diesem 
2) Der letzte Versuch, sie zu haben, wurde 1786 gemacht; sie hicli 
ßich wieder zehn Jahr leidlich und nannte sich gegen Ende 410i 
Jahrs 1796 Schule, wie nndersvärls gesagt worden, unter Leitung 
eines Lehrers in Figurcnmalerei und einem Gehülfcnx. 'L.
        

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