Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der Malerei in Italien vom Wiederaufleben der Kunst bis Ende des achtzehnten Jahrhunderts
Person:
Lanzi, Ludwig Wagner, Adolph Quandt, Johann Gottlob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1290546
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1293544
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Oberitälien. 
Lombardische 
Schulen. 
zwei Wandbilder in der Lorenzocapelle gezeigt; von einem Gio, 
Batista Giacarolo ein Altarbild in S. Cristoforo; beide 
minder berühmt. Raffaello Pippi war Sohn des Schulen- 
hauptes; von ihm ist nichts übrig, als das ehrenvolle Andenken 
an seine so herrlich begonnene Laufbahn, das aber durch sei- 
nen frühen Tod verbittert wird. 
Nach Giulio fuhr Ritter Gio. Batista Bertani, sein 
Schüler, wie man sagt, und Reisegeführte nach Rom, fort zu 
arbeiten und zu unterrichten; [ein grosser Baulzünstler, guter 
Schriftsteller 6) in diesem Fach und zugleich Maler von nicht; 
gemeinem Geschick. Mit einem Bruder, Namens Dom enico, 
malte er einige Zimmer im fürstlichen Schloss; und in dem 
von Giulio gebauten Dom und in S. Barbara, einem Werke 
Bcrtanits selbst, wie in andern Kirchen liess er von meh- 
rern Malern mehrere Bilder malen; zu einigen gab cr selbst 
die Zeichnung. Dieser war gleichsam der Giulio des Her- 
zcgs Vincenzio, aber mit einem merkwürdigen Unterschiede. 
Denn nicht nur, was Vasari von ihm schreibt, ist wahr, das; 
er im Wissen dem Giulio nicht gleich gekonmxen, sondern 
auch dies obendrein, dass seine Gehülfen ihn grösstenthcils 
weit übertroffen. Seine Gehülfen waren Gio. Batista del 
Moro, Geronimo Jliozzuola, Paol Farinato, Dome- 
nico Brusasorci, Giulio Campi, Paol Veronese, 
deren Werke im Dom, oder dessen Sacristei eben sowol das 
Heiligthum, als die Stadt ehren. Damit soll jedoch seinem 
grossen Verdienste als Zeichner nichts benommen werden; als 
solchen bewährt er sich in der heil. Agathe von Henkern ge- 
martert, welche, nach einer Zeichnung Bertaniis von [PPQP 
lito Costa gemalt, sich Giulims Style mehr nähert, als 
andere Arbeiten des Ippolito von seiner Erfindung, 
Man hat Grund zu glauben , dass sowol Ip p o li to , als 
L uigi und ein anderer L o r c n z o, beide C o s t a und Mantua- 
ner, zu Lorenzo Cos ta's Stamme gehören. Von lppolito 
behx-niptet O rla n d i, er sei C a r p i' s Schüler gewesen. B a 1- 
l 
6) Cicognara. führt nur Ein Buch von ihm an. Rertano (Gio. 
Bat.) gli oscuri e dvfficili passi delPopera d-i ITIruvirI. Mrmtorn 
1558 fal, mit einem Titelk. und mehrern Holzschniltcn. Q.
        

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